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Edelsachse Edelsachse Edelsachse Edelsachse

Chemnitzer Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.


Edelsachse


Die Leipziger Straße führt von Chemnitz nach Leipzig - das war schon immer so. Seit Jahrhunderten ist die Strecke eine wichtige Handelsroute zwischen beiden Städten. Auf dem Weg nach Leipzig geht's an unzähligen Lokalen vorbei. Viele blicken auf gewachsene Traditionen zurück. Einige versuchen, mit neuen Ideen neuen Kult zu erzeugen.
Unter ihnen der Edelsachse in Hartmannsdorf (Leipziger Straße 32), der erst vor wenigen Wochen seine Pforten aufsperrte. Wer bei "edel" allerdings an glitzernde Goldverzierungen und in Marmor gehauene Gastro-Tische aus dem letzten Jahrtausend denkt, hat die Intention des Edelsachsen falsch verstanden.
"Man kann bei uns super und sorgenfrei feiern", erklärt Wirtin Simone Krauss. "Unser Shuttle-Service holt Gäste sogar von zu Hause ab und bringt sie später wieder heim." Nicht ganz unedel ist das Mobiliar aber dennoch: Schöner Innenausbau und Tische aus schwerem Holz, Wandbilder, Anzeigetafel mit aktuellen Spritpreisen ... Alles zusammen erinnert ein bisschen an eine Mischung aus Fuchsbau und ehemaligem Kuckucksnest. In letzterem hatte die Wirtin übrigens bis zur Schließung gearbeitet.
Der Unterschied zu anderen Musikkneipen oder Clubs: Der Edelsachse hat seine eigene Hausband! Das sind etwa 15 Musiker aus dem Erzgebirgsraum. An einem geheimen Ort wird gemeinsam geprobt - seit Jahren schon. Oder Jahrzehnten? Wie auch immer: Alle Musiker sind ungefähr zwischen 25 und 50 Jahre alt und haben mit Techno und HipHop definitiv nix am Hut. Simone Krauss: "Wir wollen in gepflegtem Ambiente mit Live- und Partymusik feiern." Der Edelsachse sei ihr berufliches Herzblatt - ihr privates verrät sie nicht.
Momentan können beim Edelsachsen etwa 100 Leute gleichzeitig feiern - klein, aber oho! Doch hat man hier größere Pläne: So sollen im Laufe des Jahres weitere Räumlichkeiten in den Club-Betrieb eingebunden werden, im Hof eine große Terrasse entstehen und ein ehemaliger Tanzsaal bespielbar gemacht werden. Auch Parkmöglichkeiten gebe es auf dem ausgedehnten Grundstück genug. "500 bis 600 Leute könnten regelmäßig bei uns feiern", schätzt Simone Krauss.
Geöffnet hat der edle Schuppen immer freitags und samstags von 20 bis 5 Uhr. Die übersichtliche Getränkekarte bietet von allem etwas, kleine Snacks gibt es bisher nur in Form von Speckfettbemmen und Nachos. Konkurrenz zum Braugut Hartmannsdorf (wenige hundert Meter entfernt) wollen die Edelsachsen aber nicht sein: "Man kennt und schätzt sich. Vielleicht entwickelt sich ja eine kleine Hartmannsdorfer Kulturmeile."


Zu finden in:

Hartmannsdorf, Leipziger Straße 32
Telefon (0175) 244 14 39


Internet:

www.edelsachse.com


Wort und Bild: Frank Selig