Neue Burgfestspiele Meißen

Neue Burgfestspiele Meißen

Neue Burgfestspiele Meißen

Zwischen alten Mauern


Schon von weitem prägt der Burgberg die Ansicht der Stadt Meißen. Dieses eindrucksvolle Ensemble ist von 17. bis 26. Juni Ort der Neuen Burgfestspiele Meißen.

Die einzigartigen Bauten, allen voran Dom und Albrechtsburg, werden damit zur Kulisse für Theateraufführungen und Konzerte, einen Open-Air-Gottes-dienst (19.) und selbstverständlich den großen Bürgerfestumzug. Dieser Umzug, der die Neuen Burgfestspiele Meißen eröffnet, steht in diesem Jahr unter dem Motto "Auf dem Weg zur Reformation". Die den Umzug prägenden Themenkomplexe Liebe, Tod und Glaube stimmen dabei auf einen weiteren Höhepunkt der Festspielwoche ein, auf den "Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes". Das Schauspiel vom reichen Jedermann, der meint, alles für Geld kaufen zu können, bis er nach dem Ruf des Todes einen Freund suchen muss, der ihn vor Gottes Gericht begleitet, und irdische Güter plötzlich nichts mehr gelten, ist an einen mittelalterlichen Totentanz angelehnt und damit wie geschaffen für eine Aufführung in dem von prachtvollen gotischen Bauten geformten Burghof. Mit der Inszenierung wird gleichzeitig an die lange Tradition der Meißner Burgfestspiele erinnert. Bereits 1925 wurde der "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal das erste Mal bei den Burgfestspielen, einem Vorgänger der heutigen Neuen Burgfestspiele Meißen, aufgeführt. Mit etwas Fantasie kann man sich vorstellen, dass bei kontinuierlichen Aufführungen die Festspiele in Meißen ähnlich berühmt wie die in Salzburg wären...
Die Rolle des Jedermanns wird Tom Quaas verkörpern, der ja unter anderem mit den Rollen von Faust und Mephisto in einem ähnlichen Themenbereich sehr beeindruckte und als Burgbewohner des Meißner Landes am Festspielort wie zu Hause ist. Insgesamt drei Aufführungen bieten Gelegenheit, Jedermanns Ringen um seine Rettung zu verfolgen und natürlich zu schauen, was für eine schöne Frau die Buhlschaft (Sandra Maria Huimann) ist.
In der stimmungsvollen Kulisse des Burghofes kann man sich mit zwei weiteren Stücken in die Welt vergangener Zeiten entführen lassen - "Der Name der Rose" (23./24.) sowie "Was ihr wollt" (26.) von William Shakespeare stehen ebenfalls auf dem Programm.
In einen wunderbaren hochgotischen Innenraum führen zwei Konzerte im Meißner Dom, so ein Auftritt des vielgepriesenen Vokalensembles Amarcord (18.) und außerdem das Abschlusskonzert, das unter dem Titel "Simply Baroque" (26.) das Festival ausklingen lässt und den sanften Übergang aus der Welt das Mittelalters in die folgenden Jahrhunderte bildet.


Internet:

www.neue-burgfestspiele-meissen.de


Neue Burgfestspiele:

17.-26.06. Meißen, Burgberg


Wort: Judith Woittennek / Bild: Hagen König