Das Große Wagenrennen
Spektakuläre Rennen, stolze Gladiatoren und tiefe Gefühle
Nach dem Erfolg des großen Wagenrennens im Jahr 2008, tourt die beliebte Veranstaltungsreihe auch 2010 wieder durch Deutschland. Sieben spektakuläre Arenen werden Austragungsort des römischen Spektakels und präsentieren atemberaubende Rennen, stolze Gladiatoren und tiefe Gefühle. Am 15. August 2010 gastiert das imposante Spektakel auf der Pferderennbahn in Halle.
Bis zu dreißig mächtige Wagenfahrer treten mit ihren Quadrigen in packenden Ausscheidungsrennen gegeneinander an. Getreu dem Wettstreit im legendären Hollywood-Film „Ben Hur“ ziehen je vier Pferde, insgesamt bis zu 120 Warm-, Kalt- und Vollblüter, die speziell für das große Wagenrennen entworfenen Streitwagen über die gewaltige Arena. Durch geschickte Fahrmanöver kämpfen die einzelnen Teilnehmer in spannenden Wettläufen auf einer Distanz von 200 bis 400 Metern um den ersten Platz auf dem Siegertreppchen. Der imposante Einmarsch aller Wagenlenker zu Beginn der Rennen gehört gleichsam zum Spektakel wie die Geschicklichkeitsrennen durch den Hindernisparcour.
Neben den eigentlichen Rennen verbreitet der historische Markt mit zeitgenössischem Treiben und römischen Händlerständen, Gauklern und Legionären das besondere Flair der längst vergangenen Zeit. Ein buntes Rahmenprogramm mit Speerwerfen und Bogenschießen lässt keine Langeweile aufkommen. Zwischen den Rennen laden die Wagenfahrer die Besucher zu einer Fahrt auf ihren Quadrigen ein.
Eingebettet ist dieses Event in die Aktion „Charity for Kids – ein Tag den man nie vergisst“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Fokus auf sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu richten. So lädt der Veranstalter die Kinder- und Jugendlichen aus den umliegenden Heimen ein, das Große Wagenrennen zu erleben. Anmeldungen sind per Email an info@luxevents.de an den Veranstalter zu richten.
Die Tickets erhalten Interessierte an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über die bundesweite Tickethotline 0 18 05 - 570 070 (14ct/Minute, Mobilfunkpreise höher). Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr erhalten freien Eintritt im Stehplatzbereich.
Weitere Informationen:
www.wagenrennen.comWort / Bild: P.D.
Sommertheater
Dramatik unter freiem Himmel
Der Sommer ist in der Stadt und lockt Euch aus den langen Hosen, den dicken Jacken und den eigenen vier Wänden.
Konzerte, Parties, Kino, Stammtische, Sportlichkeiten und alle anderen Freizeitaktivitäten werden konsequent ins Freie verlegt. Und
da keiner Bock hat, sich in die aufgeheizten Theatersäle zu hocken,
Ihr den Sommer dennoch nicht völlig kulturlos verbringen solltet,
informieren wir Euch über aktuelle Sommertheaterstücke, über die
Open-Air-Veranstaltungen der Kiebitzensteiner, des Theaters
Varomodi, der Schillerbühne, des Neuen Theaters, der Oper und des
Theaters Apron. Zu nennen ist zusätzlich "Das Dekameron", das
Vorjahres-Erfolgsstück des Schaustelle e.V., welches am 29., 30. und
31. Juli auf der Giebichensteiner Oberburg erneut aufgeführt wird,
sowie das Sommertheater des Cultour-Büros, das bis 8. August mit
verschiedenen Stücken, allen voran "Süden ist überall", im Hof des
Neuen Theaters zu erleben ist.Kiebitzensteiner
Faust komprimiert
Das Kabarett Die Kiebitzensteiner setzt den Theatersommer am konsequentesten um. So lange es das Wetter zulässt, wird die Terrasse in der Kleinen Brauhausstraße zur Bühne und Stücke, wie "Die Sünde ist weiblich" oder "Die Zocker sind unter uns", in den Sonnenschein verlegt.Dort wird auch "Faust Faust", die neueste Inszenierung der Kabarettisten, zu sehen sein. In der komprimierten Variante von Goethes Meisterwerk rund um den Gelehrten Heinrich Faust beginnt alles mit einem Krankheitsfall. Nachdem der Theaterdirektor das Stück bereits angekündigt hat, wird ihm der Ausfall der Hauptdarstellerin zugetragen. In der Not springen Mario Pinkowski und Klaus-D. Bange in die Bresche und retten die Vorstellung.
Wie sie das machen, könnt Ihr vom 20. Juli bis zum 1. September jeweils dienstags und mittwochs bei den Kiebitzensteinern verfolgen.
www.kiebitzensteiner.de
Theater Varomodi
Schwertkampf mit Humor
Das Theater Varomodi präsentiert die "Nibelungen". Das Werk gehört
zu den Klassikern und wird gemeinhin auch als Nationalepos der
Deutschen bezeichnet. Entstanden ist das Heldengedicht im
Mittelalter. Ziemlich schwere Kost und dazu noch etwas eingestaubt,
könnte man meinen. Doch Regisseurin Anna Siegmund-Schultze hat den
Text bearbeitet und in eine verständlichere Fassung gebracht, die
auch den ein oder anderen Lacher birgt. "Das Stück ist ein großes
Spektakel. Es wird packende Schwertkämpfe geben und auch wirklich
lustige Szenen", meint Jan Felix Frenkel, der in der Rolle des Hagen
zu sehen sein wird. Neben ihm gehören 15 weitere Schauspieler zum
Ensemble, unter anderem Alexander Terhorst als Siegfried. Premiere
wird am 31. Juli im Bergtheater Thale gefeiert, wo die "Nibelungen"
dann bis zum 5. August zu sehen sind. Danach, vom 17. bis 21. August
könnt Ihr das Stück im schönen Biergarten des Volksparks erleben.www.varomodi.de
Schillerbühne
Traumhafte Nächte
Es gehört zu den Klassikern für Laienschauspielgruppen und ist wie gemacht für die Aufführung unter freiem Himmel. "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare zählt zu den meistgespielten Theaterstücken der Welt und entführt die Zuschauer in ein Reich aus Elfen, Amazonen und Handwerkern. Dass die Komödie mit ihrer Leichtigkeit und Fantasie bestens zu lauen Sommernächten passt, empfand auch das Ensemble der Schillerbühne und begann mit der Inszenierung von "Ein Sommernachtstraum". Das Stück soll das Publikum ab 6. August zum Träumen bringen und wird an allen vier Wochenenden des Monats jeweils von Freitag bis Sonntag aufgeführt. Am ersten und dritten Wochenende finden Vorstellungen im Schloss Schkopau statt. In der Pusteblume, dem neuen Domizil der Schillerbühne in Halle-Neustadt, wird am zweiten Augustwochenende gespielt und am letzten Wochenende des Monats in der Galerie Talstraße.www.schillerbuehne.de
Oper Halle
Verfluchtes Meisterwerk
Dass "Macbeth" auf einer hallischen Bühne zu sehen war, ist noch gar nicht so lange her. Erst im Januar feierte Shakespeares blutrünstige Tragödie im Neuen Theater Premiere, was schon im Vorhinein als waghalsiges Unterfangen angesehen wurde. "Macbeth" gilt in Theaterkreisen als verfluchtes Stück. Unglücke passierten im Großen Saal des Neuen Theaters zwar nicht, wenngleich man die Inszenierung nicht als glücklich bezeichnen kann. Die Kritiker zumindest hielten sich mit Lob zurück. Nun startet die Oper einen Versuch und bringt die Tragödie vom Aufstieg Macbeths zum Schottenkönig auf die Bühne. Musikalisch aufbereitet wurde das Meisterwerk bereits vor 150 Jahren von Giuseppe Verdi. Für seine Oper "Macbeth" suchte sich das Opernhaus Halle einen dem Stück angemessenen Spiel-ort aus. Die Aufführungen finden im Hof der Moritzburg statt. Die Premiere ist am 20. August. Weitere Vorstellungen folgen am 22. und 24. August sowie am 3. September.www.buehnen-halle.de
Neues Theater
Erwachte Leidenschaft
Im Hof des Neuen Theaters gibt es "Die Geschichte von den Pandabären" zu sehen. Das Stück entstammt der Feder des rumänischen Autors Matéi Visniec und wird in Halle unter der Regie von Martin Pfaff aufgeführt. Die Story hat erstmal gar nichts mit Pandabären zu tun und beginnt am Morgen danach. Ein Saxofonspieler erwacht in seinem Bett neben einer fremden Frau. An die Umstände des Vorabends hat er keinerlei Erinnerungen. Angeblich hätte er die Unbekannte in der Bar seines Freundes Kiki verführt. Nur leider hat er keinen Freund namens Kiki und auch alle anderen Versatzstücke des Vorabends bleiben unter dem Grauschleier seiner postalkoholische Amnesie verborgen. Nach der etwas unorthodoxen Kennenlernprozedur folgen nun neun Nächte, die beide gemeinsam verbringen werden. "Eine Liebesgeschichte, die Wunder offenbart", schrieb der Berliner Kurier über den Stoff. Die hallische Premiere gibt's am 11. August, weitere Vorstellungen am 12. und 26. August sowie am 2. September.www.buehnen-halle.de
Theater Apron
Krimi im Burggraben
Das Theater Apron und der Graben der Moritzburg sind miteinander bestens vertraut. Erst im letzten Jahr bespielte die freie Theatertruppe das historische Gelände mit Peter Hacks' Komödie "Die Kinder" und vor nunmehr fünf Jahren waren sie mit dem frei interpretierten Kinoklassier "Casablanca" zu Gast in der Schlucht rund um die Burg. Dem Drama von damals folgt nun eine Kriminalkomödie, mit der Apron an die eigene Sommertheatertradition anknüpft. "Polizeiruf 86" entführt den Besucher in die Welt der Absurditäten des real existierenden Sozialismus und soll vor allem zeigen, wo die Gegenwart ihren Ursprung nahm. Es geht nicht um schwer verdauliche Nostalgie, sondern um gut bekömmliche Sommerunterhaltung. Ein Vorhaben, dass sich jeder bei den täglichen Vorstellungen vom 1. bis zum 4. sowie vom 8. bis zum 18. September im Burggraben der Moritzburg ansehen kann.www.apron.de

