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Mary & Max

Mary & Max


2004 gab es beim Dresdner Filmfest neben anderen den alle anrührenden australischen Knetanimationsfilm "Harvie Krumpet" zu sehen. Das war einer, den man nicht so schnell vergisst und dessen Figuren man einfach lieb haben muss; hat nicht umsonst auch einen Oscar abgeräumt. Der Erfinder und Regisseur der knuffigen Knetfiguren, Adam Elliot, hat nun einen spielfilmlangen Animationsfilm gedreht, der garantiert allen Kinogängern die Herzen öffnen wird. Wieder sind es zwei Antihelden, die einsame australische Mary und Max, der schrullige New Yorker, zwei unter nicht gerade rosigen Umständen lebende Freunde. Und die stellen sich essenziellen Fragen: Kommen Babies in den USA aus Coladosen oder wie in Australien aus Bierkrügen? Schrumpfen Schafe bei Regen? - Und sie finden Antworten! Und was für welche! Ein einfühlsamer Film, den man sich auch als Erwachsener sehr gut ansehen kann, nein unbedingt sollte!
Männer im Wasser

Männer im Wasser 


Die Schweden haben uns in den letzten Jahren ja schon mit einigen Komödien positiv überrascht. Und auch hier hat man versucht, das reale Leben mit einem witzigen Märchen zu verbinden. Es gibt einige filmische Momente, in denen das wundervoll gelingt, aber leider nicht durchgängig. Irgendwie erinnert der Plot schon ein wenig an so traumhaft gute britische Filme wie "Brassed off" oder "Ganz oder gar nicht", kommt allerdings nicht an deren Eleganz heran. Hier ist es ein arbeitsloser Journalist in der Krise - die Ehe ist kaputt, das Verhältnis zur bei ihm lebenden Tochter schwierig -, der mit seinen Freunden eine Synchronschwimmgruppe gründet. Und in den Szenen, in denn sich die nicht gerade alle superschlanken Männer dem Wasser aussetzen, sind die Lacher im Kino auch garantiert. Das ist nicht diffamierend, jedoch keineswegs zündend genug gestaltet, um mit den erwähnten Vorbildern mithalten zu können. Dennoch ein leichter Sommerfilm.
Bild: MFA Bild: Pandora Filmverleih
Karate Kid

Karate Kid 


Jackie Chan zieht wohl noch immer, und wenn an seiner Seite der von allen schon in "Das Streben nach Glück" (damals gemeinsam mit Papa Will unterwegs) geliebte Jaden Smith agiert, kann eigentlich auch nichts mehr schief gehen. Wenn man dann noch auf eine alte Geschichte zurückgreift, die bereits in den 80er Jahren Kult war, ist das sozusagen fast der Freifahrtschein zum Erfolg an den weltweiten Kinokassen. Jaden gibt im Film den zwölfjährigen Dre; der kommt mit seiner Mutter nach China, wird dort an der Schule gemobbt und freundet sich mit dem Hausmeister an. Hier kommt Jackie ins Spiel und ist natürlich ganz heimlich ein Karatemeister, der Dre seine Kunst beibringt. Dre bereitet sich so auf ein großes Turnier vor, bei dem er auf seinen schulischen Widersacher trifft. Und damit auch alles passt, hat Papa Will Smith den Film produziert. Da bleibt der Kassenerfolg gleich in der Familie.
Die Legende von Aang

Die Legende von Aang 


Von sogenannten Avataren war ja neulich schon mal die Rede, hier kommen sie erneut ins Spiel. Das Wort an sich hat die religiöse Bedeutung eines in die irdische Sphäre herabsteigenden Gottes. Und auch in der Legende von Aang ist es der Meister, der die vier Elemente (im Film mit Nationen gleichgesetzt) Feuer, Wasser, Luft und Erde im Gleichgewicht hält. Seit einem Jahrhundert allerdings hat sich der Beherrscher des Feuers mit brutalen Kriegen über die anderen gestellt. Doch Rettung naht in Gestalt des jungen Aang, der - endlich aus dem ewigen Eis befreit - erkennt, dass er der nächste Avatar ist und nur er es schaffen kann, die vier Nationen wieder zu einen und damit die Welt wieder ins Lot zu bringen. Das macht er natürlich; gemeinsam mit der Wasserbändigerin und ihrem Bruder begibt sich der Beherrscher der Luft auf die abenteuerliche Mission. Also richtig Fantasy auf den Kinoleinwänden. Auch in 3D.
Bild: Sony Pictures Bild: Paramount Pictures
Micmacs - Uns gehört Paris!

Micmacs - Uns gehört Paris! 


Jean-Pierre Jeunet ist dank seiner wunderbaren Filme wie "Delicatessen" oder "Die fabelhafte Welt der Amélie" auch hierzulande äußerst beliebt. Wieder ist ein Außenseiter der Held seines neuen Werkes. Bazil, der schon früh seine Eltern verlor, bekommt eine verirrte Kugel in den Kopf. Wenn man sie entfernt, könnte er ins unendliche Koma fallen, bleibt sie, kann er jederzeit tot umfallen. Also bleibt sie. Als Bazil aus dem Krankenhaus kommt, steht er allerdings ohne Bleibe und Arbeit da. So findet er Unterschlupf bei einer Truppe von Randexistenzen, skurrilen Typen, die auf dem Schrottplatz leben. Da fällt es nicht weiter auf, dass bei ihm Wirklichkeit und Fantasien ab und an mal durcheinander geraten. Das bringt durchaus Spaß auf die Leinwand, auch wenn es kein so poetisches Werk wie Jeunets andere Filme geworden ist. In der Hauptrolle überzeugt "Sch'tis"-Star Dany Boon zerbrechlich und ernsthaft agierend.
Me too - Wer will schon normal sein?

Me too - Wer will schon normal sein? 


Selten genug, dass spanische Filme den Weg in unsere Kinos finden. Der hier hat es auf alle Fälle verdient. Verdient, weil eine anrührende und sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt wird und die Schauspieler einfach unglaublich stark agieren. Hauptdarsteller Pablo Pineda, der am Down-Syndrom leidet, spielt sozusagen seine eigene Geschichte. Er ist einer von zwei Down-Betroffenen, die es bis dato geschafft haben, einen Hochschulabschluss zu erwerben. Jetzt startet er ins Berufsleben. Was die Filmemacher da an Details über Unbeholfenheiten der sogenannten Normalen auf die Leinwand bringen, ist realistisch, aber nicht vordergründig, ebenso die Liebesbeziehung, die der im Film Daniel heißende 34jährige zu seiner Kollegin Laura (Lola Duenas, ebenfalls richtig überzeugend) aufzubauen versucht. An die sich durch den ganzen Film ziehende wacklige Handkamera gewöhnt man sich nach einer Weile.
Bild: Kinowelt Bild: Movienet
BLITZ! Stadtmagazin

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Wort: Carola Kinzel