
Schandmaul

Die 3 Highligen

DJ Dero

Duran Duran

Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys

The Sonic Beat Explosion

Laith Al-Deen

FormLos im Helheim
Viel näher als Köln
Schandmaul finden, dass es "tatsächlich allerhöchste
Eisenbahn" sei, sich Gedanken über den 15. Jahrestag der
Bandgründung zu machen. "Fest steht: Es soll ... eine großartige
Party werden. Fest steht auch, dass plumpe Wiederholungen langweilig
und überflüssig sind", so die Mäuler, die auch schon wissen, was sie
machen werden: Ende August 2013 ein Zwei-Tage-Festival in Köln
veranstalten. Doch vor der Zukunftsmusik klingt immer die der
Gegenwart! Schandmaul sind wieder auf Traumtänzer-Tour und besuchen
auf dieser das hübsche, alte Häuschen Auensee. Das Ganze liegt uns
zeitlich und räumlich doch viel näher als Köln.
20. Januar
Haus Auensee
Heilige Mischung
Verspäteter Besuch von drei Heiligen. Dirk Michaelis (re.,
der sanfte Barde), André Herzberg (li., der bockige Rocker) und Dirk
Zöllner (Mitte, der schillernde Traumtänzer) haben sich Anfang der
90er zusammengetan, um als 3 Highlige einen unverwechselbaren
Ostrock-Sound zu kreieren. Sie schufen unvergessliche Evergreens.
Die drei Sänger stehen seit rund 30 Jahren auf der Bühne, jeder
überzeugte mit zahlreichen Projekten. Bei gemeinsamen Auftritten
präsentieren sie einen Sound, der vom Aufeinanderprallen ihrer
unterschiedlichen Persönlichkeiten lebt - kreativ, komisch und auf
jeden Fall hörenswert!
20. Januar
Michaeliskirche
Mit Bands und DJs
Höhepunkt im Dunkel-Blumen-Programm der nächsten Wochen ist
die erste Dark-Flower-Live-Night am 28. Januar im Werk 2. Dann und
dort treten Agonoize, Rabia Sorda, Cephalgy und Formalin wie der
Name es sagt live auf. Zur After-Show-Party geht's dann mitsamt der
Bühnenakteure in den Club in die Hainstraße, wo auch an anderen
Tagen was los ist. Am 21. z.B. heißt der Gast-DJ Dero (Foto) von
Oomph!, während auf dem zweiten Floor DJ Darkland den
"Transsylvanien Express" anheizt. Eine Eisbrecher-Record-Release-Party
zum Album "Die Hölle muss warten" mit DJ Alexx gibt's am 3. Februar
und am 4. ein Agonoize-Special mit Chris L. als DJ.
21. Januar, 3. und 4. Februar
Dark Flower
28.Januar
Werk 2
Winter statt Sommer
Duran Duran wollten ursprünglich letzten Sommer auf der
Parkbühne spielen. Dann kam etwas dazwischen, und nun sind die
Männer um Sänger Simon Le Bon eben im Winter hier in Leipzig, statt
im Clara-Zetkin-Park jetzt im Haus am Auensee. "All You Need Is Now"
heißen Tour und Platte. Doch wir gehen zurück in die 1980er. Damals
gehörten Duran Duran zu den Hitparaden-Besetzern, damals prägten sie
sich vor allem mit ihrem Lied (und Videoclip!) "Wild Boys" ein. Wir
erinnern uns an durch verlassene Fabrikhallen fliegende Irokesen, an
durch Wasserbecken drehende Windmühlenräder, an eine Stimmung wie in
Kevin Costners Film "Waterworld".
26. Januar
Haus Auensee
Flottes für Gaukler
Der Schauspieler Ulrich Tukur bringt mit seinen Rhythmus
Boys Musik auf die Bühne, die schon Jahrzehnte auf dem Buckel hat.
Folglich versetzen sich auch die Kollegen der Presse in die 1920er
oder 30er Jahre zurück und schreiben: "Das war hot, das war flott,
das war Tanzmusik." (Mainzer Rhein-Zeitung), "Großes Entertainment
alter Varietéschule, auf spritzige und vollendet humorvolle Weise
dargeboten." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) oder aber "Gehobener
Blödsinn für das Gauklerpublikum von heute." (Neue Ruhr / Neue Rhein
Zeitung). Das Hamburger Abendblatt hörte "flotte Schwungmusik" und
wir sind neugierig geworden ...
1. Februar
Gewandhaus
Wälder und Garagen
The Sonic Beat Explosion (Foto) sind Garagen-Rock-Freaks,
deren Sänger Martin sagt: "Ja, für ein paar Jahre haben wir in einer
Garage geprobt. Jetzt proben wir in einem Bauernhof - Bauernhofrock
klingt aber nicht cool." Die Vier kommen eigenen Angaben zufolge aus
den Wäldern Ostdeutschlands, "weil Altenburg wirklich
hinterwäldlerisch ist, was Musik anbelangt". Wahrscheinlich darum
wohnt Martin in Leipzig und holt seine Band am 18. Februar ins Black
Label (Wolfgang-Heinze-Straße 38), wo sie uns einen psychedelischen
Abend bereiten wird und wo ihre Kumpels von Daddy U and The Hitkids
bereits am 4. Februar auftreten.
4. und 18. Februar
Black Label
Mannheimer Silbermond
Er ist ein Sohn Karlsruhes, lebt aber seit 1979 in Mannheim.
Laith Al-Deen hat einen irakischen Vater und eine deutsche Mutter.
Als Kind spielte er Heimorgel, als Jugendlicher Gitarre (er wollte
damals Mitglied einer Heavy-Metal-Band werden!) und als Erwachsener
sang er sich in die Herzen seiner Fans. Die haben eine offizielle
Seite: www.farbe-deiner-stimme.de. Und Laith Al-Deen hat ein neues
Album: "Der letzte Deiner Art". Mit dem geht er dieser Tage auf Tour
und auf dem hat er ein Lieblingslied: "Gib Dich frei", mit einem
Text von Silbermond. "Gemeinsame Aufnahmen haben leider zeitlich
nicht geklappt ..."
7. Februar
Werk 2
Formloses Rotlicht
"Tanners Terrasse" und die Damen - eine unendliche
Geschichte. Im Februar haben sich die Theater-Kollektivistinnen von
FormLos angesagt, um mit den Texten ihres neuen Stücks hausieren zu
kommen. "Porn This Way" heißt das Gute und handelt von ... naja,
genau davon. Fabienne Mentzel ist Haupttextgeberin, Miriam Seise und
Laura Kröner setzen ihre Stimmen ein. Und es gibt viel zu erfahren,
von der Vielzahl der Bezeichnungen für Brüste, von nächtlichen
Überraschungen und so weiter. Literatur mit Tiefgang sozusagen. Vor
der "Rotlichtterrasse"(Beginn 20 Uhr) läuft ab 19 Uhr die Vernissage
von Minette's Photography.
9. Februar
Helheim
Wort: ELC, Bastian Cramer, HK, Thomas Leibe / Bild: Harald Hoffmann, HK, P.D.