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Pure Sinz Pure Sinz

Pure Sinz

Sexy, sonnig, stylish


Diese Gruppe schreit förmlich nach Erfolg, scheinen doch die Charaktere der Damen sorgfältig aufeinander abgestimmt.

Da ist die unwahrscheinlich weibliche, verrucht rauchige Katharina von Ortt, daneben brilliert zwitschernd, einem lebenslustigen, aufgeregten Vögelchen gleich Krissy Lou und über allem schwebt stylish und unnahbar erotisch Astarte. Alle zusammen heißen Pure Sinz und wagen Nebenwege. Astarte erläutert und zieht dabei alle Register: "Ein verrauchter Raum, dunkel und geheimnisvoll, Gelächter und Gemurmel mondäner Menschen. Dann fällt der Vorhang, und frivole Figuren erzählen auf der Bühne Geschichten, die die Menschen zum Nachdenken anregen sollen, aber auch einfache Unterhaltung bieten. Gut verpackt mit Charme und Humor, gewürzt mit der Schärfe weiblicher Reize und scharfsinnig mit dem Zeigefinger in Richtung Gesellschaft. Genau das wollen wir zurück auf die Bühnen unserer Zeit holen! Transportiert durch Burlesque-Tanz, Gesang, Theater- und Stummfilm-Elemente und prickelnde Erotik."
Klar klingeln bei Burlesque alle Glocken. Klar denkt der massenmedienerfahrene User sofort an Marilyn Mansons Ex-Frau im Sektglas, aber Pure Sinz sind da eindeutig mehr. "Es geht uns um Lebensfreude, Fantasie und Sinnlichkeit - ich persönlich würde es ja eher Trashelesque nennen, was wir da auf der Bühne bieten. Das ist eben nicht plattes Ausziehen, was einige Zuschauer fürchterlich enttäuscht. Wir wollen doch auch nur spielen, natürlich mit der Erotik", schmunzelt Krissy Lou sonnig und übergibt an die völlig in sich ruhende Katharina von Ortt: "Der wunderbare Thomas van de Scheck coacht unsere Shows, der kommt extra aus Fulda nach Leipzig, um Tipps zu geben. Das ist richtig groß."
Und Astarte erinnert noch einmal an die Wurzeln ihrer Ausdrucksform: "Versuche dich in eine Zeit hineinzufühlen, in der die Leute noch regelmäßig Kunst konsumierten. Um gedanklich flüchten zu können vor einer Realität, die Hungersnot, Arbeitslosigkeit, Bettelei, Attentate und Inflation mit sich brachte. Die Kunst befreite sich ein weites Stück aus akademischen Zwängen. Zwischen Weltwirtschaftskrise und Börsenkrach blühte die deutsche Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsszene."
Nach umjubelten Auftritten, zum Beispiel beim 2010er WGT im Dark Flower oder zur großen San-Diego-Sause in der Moritzbastei, soll der Weg zum Erfolg nun zementiert werden. Mit unterschiedlichsten Angeboten, auch in wechselnden Geschichten, von "Diva" über "Mystic Bird" bis hin zur Parodie auf Naziklischees, "Ponyshow", wird permanent weiterentwickelt, geprobt und aufgetreten. Wollen doch die drei Damen möglichst von ihrer Kunst ihre Kühlschränke füllen, trotz oder gerade aufgrund seriöser Hintergründe. So ist Katharina nicht nur die Tochter der sagenumwobenen Andrea Höhn (ja, Madonna, Swinglegende und Moderatorin), sondern auch gerade Abiturientin, Astarte verdingt sich als Fachangestellte für Medien- und Informationstechnik in der Universitätsbibliothek, und Krissy Lou hat bereits ein Lehramtsstudium hinter sich. Keine Schnapsidee also, sondern frauliches Können und Durchsetzungsvermögen. Tanzt für uns! Parodiert unsere Vorurteile!


Internet:

www.puresinz.de


Wort: Volly Tanner / Bild: Thomas van de Scheck

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