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Holiday on Ice

Club Copacabana in Halle


Eishockey an der Saale hellem Strande - klar, seit Jahren. Eis am Stiel - ebenfalls! Aber Holiday on Ice hier bei uns in Halle? Das hatten wir noch nicht.
Dafür kommt die Sonne und Eis kombinierende und ganz frische Holiday-on-Ice-Show "Tropicana" nun gleich zum Saisonauftakt zu uns. Von 29. Oktober bis 1. November könnt Ihr auf der Messe die Vorpremieren erleben. Und wenn am 4. November in Hamburg dann die Weltpremiere läuft, sagt Ihr: Das kennen wir alles schon.
Denn dann habt Ihr den "Kurzurlaub mit südamerikanischem Flair" bereits hinter Euch, schöne Menschen übers Eis tanzen sehen und lauter Barry-Manilow-Melodien im Kopf. Ja, Barry Manilow, der "Mandy"-Mann, liefert diesmal die Musik für Holiday on Ice. Die Eiskunstläufer interpretieren seine Hits. Und was passt besser zu einer Show namens "Tropicana" als Manilows Lied über das tragische Schicksal einer Tänzerin, als "Copacabana"? Nichts!
"Copacabana" wurde für Holiday on Ice neu arrangiert. Wir erleben, wie Lola ("She was a showgirl ...") im Copacabana Club tanzt, wie sie mit Tony von der Bar glücklich ist und wie der reiche Rico kommt und die Idylle (zer-)stört. Wir sind weiterhin dabei, wenn ein kleines Mädchen in den Straßen von New York bemerkt, dass es für alle anderen unsichtbar ist ("New York City Rhythm"). Wir werden in ein Tanzlokal der 1950er Jahre versetzt und haben ein "Weekend in New England" - Latin Pop und Balladen, Big-Band-Swing und Rock 'n Roll! Hinzu kommen das Bühnenbild und die Kostüme, die sich in ihrer Farbenpracht zu überbieten versuchen.
Holiday on Ice bringt große Unterhaltung, das Erlebnis für die gesamte Familie in diesem Jahr endlich auch mal nach Halle!

www.holidayonice.de


Kartentelefon: 01805 / 44 14*

* (0,14 C=/Min. aus dem dt. Festnetz, abweichende Tarife aus den Mobilfunknetzen sind möglich)


Wort: BC / Bild: P.D.





Der Geisteswissenschaftler Der Geisteswissenschaftler


Der Naturwissenschaftler Der Naturwissenschaftler


Der Wirtschaftswissenschaftler Der Wirtschaftswissenschaftler

Studenten-Special

Es geht wieder los


Nach entspannten Monaten des Reisens und Aufschiebens von Hausarbeiten holt Euch nun der Ernst des Lebens wieder ein. Dem Durchschnittstudenten im elften Semester ist das bestens bekannt. Aber alle Erstis werden sich an das Campus-Leben und die neue Heimat wohl noch gewöhnen müssen. Um Euch die Eingewöhnungsphase in Halle zu erleichtern, haben wir mit nicht ganz ironiefreiem Schubladendenken drei Kategorien gebildet. Jetzt könnt Ihr getrost Euren Typ auswählen und wisst, was Ihr wie und wo ab sofort zu tun habt ...


Der Geisteswissenschaftler


Der Geisteswissenschaftler kann wahlweise auch Sozialpädagoge, Theologe, Psychologe, Musiker, Künstler oder irgendwas ähnlich Brotloses sein. Wichtig scheint, dass man später keine Aussichten auf einen Job, dafür aber viele Jahre mit geistiger Reifung und Selbstfindung verbracht hat. Der Geisteswissenschaftler, der auch Sozialheini genannt werden darf, setzt optisch auf den Used-Look, trägt diese Second-Hand-Mängelware aber aus Überzeugung, um ein Zeichen für Tibet zu setzen und nebenher noch die letzten Buckelwale vor Kamtschatka zu retten. Auch wenn der Durchschnitts-Sozialheini nie wirklich Steuern zahlen wird, muss man diese Gattung der Studierenden zu den absoluten Weltverbesserern zählen. Durch Biokost und konsequente Mülltrennung verhindern sie effektiv das Schmelzen der Polkappen, sind damit aber indirekt auch fürs Unglück der Titanic mitverantwortlich.

Feiern
Eigentlich trifft sich der Geisteswissenschaftler bei Freunden in der Neuner-WG zum philosophischen Abend mit Sternburg Export und Rosenthaler Kadarka. Trotzdem schlummert in ihm der Partylöwe, der spätestens nach dem fünften Sterni geweckt wird. Ab da geht es los in den Klub Drushba, ins La Bim, das Objekt 5 oder Chaise. Da selbst in den subkulturell wirkenden Clubs das Bier relativ teuer ist und im Portemonnaie des Geisteswissenschaftlers eigentlich immer Wirtschaftskrise herrscht, neigt dieser Student zum gepflegten Vorglühen. Auch wenn er gerne feuchtfröhlich feiert, verabscheut er geschmacklose Party-Hits, denn akustisch ist er sehr anspruchsvoll und verlässt Parties fluchend und sofort, wenn die Musik nicht mehr passt.

Bier und Kaffee
Wenn am Eingang des Cafés ein großes Fair-Trade-Logo prangt, hat der Geisteswissenschaftler schon ein gutes Gefühl und ist bereit, auch ein wenig mehr zu bezahlen. Er bevorzugt die typischen Stadtteilcafés wie das Colonne Morris im Paulusviertel oder Zwei Zimmer Küche Bar am Reileck. Auch im Dinner for One in der Burgstraße hocken die Unrasierten und im Il Rospo um die Ecke. Eigentlich hocken sie in allen Cafés und Kneipen des längst okkupierten Giebichenstein - hier ist man unter sich und will es auch bleiben. Sind die Lieblingslokale besetzt, verschlägt es ihn auch in die zentral gelegene Kleine Ulli, wo er etwa auf einen Kamillentee zum vegetarischen Krümelkuchen zurückgreift.

Wohnen
Hier belegt das sogenannte Bermuda-Dreieck (Große Brunnenstraße, Seebener Straße, Reilstraße) absolut Platz 1, dicht gefolgt vom Paulusviertel, dann kommt lange nichts. Der Geisteswissenschaftler bevorzugt Altbauwohnungen mit Stuck und hat im Schnitt sechs Mitbewohner, wobei man nicht weiß, ob aus Überzeugung oder mangels finanzieller Alternativen. Fakt ist, er ist sehr tolerant und kann auch mit den individuellen Ansprüchen seiner veganen Mitbewohner, die sich dem spirituellen Okkultismus verschrieben haben, umgehen. Wir empfehlen die goldene Mitte zwischen Uni und Kneipe, das Reileck. Hier gibt es Altbauten zu günstigen Mieten, eine Kaufhalle, die wochentags durchgehend geöffnet hat, und merkwürdig viele Öko-Lädchen.


Der Naturwissenschaftler


Woran erkennt man den introvertierten NaWi? Richtig, er guckt beim Reden auf die Schuhe seines Gesprächspartners. Ein NaWi bewegt sich in Sphären, vor denen der Durchschnitt kapituliert. Seine Liebe gilt den Quasiteilchen, katalytischen Oxidationsreaktionen, internetbasierter Datenintegration - und Mutti. Er schwankt zwischen Genie und Sonderling. Da er Fächer studiert, die für die Mehrheit der Erdlinge ein rotes Tuch sind, hat er bei der Jobsuche kein Problem. Was der NaWi aber an rationalen Fähigkeiten besitzt, fehlt ihm auf emotionaler Ebene, und so hat er es schwer, wenn es um soziale Kompetenzen geht. Doch zum Glück gibt es einen Zufluchtsort für ihn, das Internet. Computer sind mehr als nur Leidenschaft und vollwertiger Ersatz für fehlende Gesellschaftsfähigkeit. Trotzdem bewundern wir die NaWis, die sicher irgendwann irgendwas erfinden werden, das auch unser Leben noch lebenswerter macht.

Feiern
Mit seinem besonderen Look passt der Naturwissenschaftler eher nicht in die fein gestylte Partywelt. Seine Hosen haben Träger und sitzen weit über dem Bauchnabel, der Brillengeschmack ist Honeckers letzte Wille und sein Handy trägt er am Gürtel. Nichtsdestotrotz pflegen NaWis eine feste Partyhierarchie. An erster Stelle steht dabei die LAN-Party. Computer vernetzen und die ganze Nacht gegeneinander zocken, ist ganz nach dem Geschmack einer Spezies, für die die Bezeichnung Nerd eher Auszeichnung denn Beleidigung ist. Wenn es dann doch mal außerhalb der Wohnung zur Sache gehen soll, findet man den Naturwissenschaftler bei den berüchtigten NaWi-Parties oder im Bauernclub. Alljährliches Highlight ist die Ersti-Party im Turm (17. Oktober), bei der es der Profession gemäß Cocktails aus Reagenzgläsern gibt und bis in die Nacht gefeiert wird.

Bier und Kaffee
Bier und Kaffee? Beides viel zu bitter. Naturwissenschaftler lieben es süß und einfach. Cola und Tiefkühlpizza reichen zur Grundversorgung vollkommen aus. In Restaurants und Bars sind sie deswegen eher seltener zu sehen - zu teuer und aufwändig. Nahrungsaufnahme ist ohnehin mehr Übel als Genuss. Es muss schnell gehen und satt machen, weswegen jeder NaWi etliche Rabatt- und Bonuskarten von nahezu allen Fast-Food-, Imbiss- und Dönerbuden im Umkreis von zehn Kilometern besitzt.

Wohnen
Der Naturwissenschaftler lebt in Beton, und er tut es gern. Ihm ist vollkommen egal, wo sein zu Hause liegt, wie die eigenen vier Wände geschnitten sind und wer rundherum lebt. Entscheidend ist der Preis, noch viel wichtiger aber der Anschluss. DSL ist Grundvoraussetzung und Mietargument Nummer 1. Aber auch die Anbindung zum ÖPNV spielt eine entscheidende Rolle. Der gemeine NaWi hält sich von sportlichen Aktivitäten gern fern und fährt anstatt Fahrrad lieber aktiv Straßenbahn. Zum perfekten NaWi-Heim fehlt schließlich nur noch ein Supermarkt in greifbarer Nähe und im besten Falle ein Spätverkauf; denn nichts ist verheerender als ein Versorgungsengpass während einer durchspielten Nacht. Wir empfehlen die Blockhouse City in Halle-Neustadt, die Plattenbau-Architektur der Voßstraße und den betonierten Puls der Zeit, der sich vom Domplatz bis zum Botanischen Garten zieht.


Der Wirtschaftswissenschaftler


Der WiWi kann wahlweise auch Jura oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren, gehört aber dennoch zur selben Gattung von Nachwuchsakademikern, dem stereotypen Studenten der Neuzeit. Er ist sorgenfrei und suggeriert, stets Geld zu haben. Nichts erinnert an den stoischen Freigeist des typischen 68er Studenten. Der WiWi ist Opportunist, flaniert selbstbewusst über den Campus, trägt modische Lederflipflops, eine kurze weiße Leinenhose und das rosa Poloshirt von Hilfiger mit hochgebügeltem Kragen. Dazu ziert ihn eine Uhr, bei der das Armband breiter ist als das Gehäuse, und in der obligatorischen Gel- oder Fönfrisur steckt die passende Pornobrille. Dem Selbstbewusstsein dieser Studentenspezies liegt die Tatsache zu Grunde, dass WiWis im Gegensatz zu allen Geisteswissenschaftlern bzw. Sozialheinis später mal einen gut bezahlten Job bekommen werden. Der Rest steht auf der Visitenkarte.

Feiern
Die Lieblingsparty des Wirtschaftswissenschaftlers ist zweifelsfrei die WiWi-Lounge. Hier legt er seine sonst so coole Reserviertheit für ein paar Stunden ab. Er trinkt Whiskey-Cola, Cuba Libre und wahlweise auch ein Beck's oder Heineken, obwohl ihm Bier eigentlich zu prollig ist. Leider beehrt die heißgeliebte WiWi-Lounge nur sehr selten die Stadt, weswegen der partyhungrige Wirtschaftsstudent sich jeden zweiten Donnerstag zur Havanna-Club-Lounge in der Palette zeigt und einmal zur Party des Monats auf dem Tresen im Enchilada tanzt. Zwischen diesen Tagen trefft Ihr die WiWis im Flowerpower. Hier ist es weder intellektuell noch anspruchsvoll, macht's dafür aber richtig Spaß.

Bier und Kaffee
Der wirtschaftsinteressierte Campus-Beau genießt seinen Kaffee gerne direkt am Uniplatz oder in der Kleinen Ulrichstraße. Das wichtigste Kriterium ist stets, gesehen zu werden, denn was das Äußere angeht, ist der WiWi absoluter Ästhet. Er sieht sich selber gern in allem, was spiegelt, an und guckt weg, wenn die Müsli-Fraktion vorm Freisitz des Cafés lungert.
Auch für die ökonomisch orientierte Riege der Studierenden gilt das Motto "Kein Bier vor Vier". Wenn es aber soweit ist, bleiben die Innenstadt-Cafés und -Kneipen erste Wahl. Sternstraße und Kleine Ulli stehen hoch im Kurs. Wichtig ist, dass es Flaschenbier gibt, weil das cooler wirkt. So sitzen sie oft rudelweise im Diebels, erst recht, wenn es Fußball gibt, regnet oder die Caipis jeden Donnerstag nur 3 Euro kosten. Im Partnergefüge lassen sich WiWis auch regelmäßig bei den Sushi-Freunden an Opernhaus und Reileck blicken.

Wohnen
Da alle juristischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten nahe des Uniplatzes liegen, ist die direkte Innenstadt auch das bevorzugte Einzugsgebiet der angehenden Ökonomen und Rechtsgelehrten. Neben diesem pragmatischen Grund spielt auch hier das Image und der Lifestyle eine gewichtige Rolle. Wohnraum in bester Lage zeigt, dass man auch als Student schon Kohle haben oder zumindest so tun kann als ob. Ansonsten lebt der WiWi lieber allein, da er in seiner gepflegten Eitelkeit das Zusammenleben mit weniger pedantischen Menschen eher als schwierig empfindet. Ein abrasiertes Schamhaar in der Dusche reicht zum Durchzudrehen - selbst, wenn es das eigene ist.

Wort: Felix Till, Julius Lukas / Bild: Thomas Leibe





Schön ist es, ein Student zu sein Schön ist es, ein Student zu sein

Schön ist es, ein Student zu sein


Um etwas zu tun, braucht man einen Anlass. Weil man Bier trinken will, gründet man einen Sportverein, und alljährlich im Oktober wird die Ankunft der Erstsemester genutzt, um ordentlich zu feiern.
Das neue Semester ist gerade erst einen Tag alt, da werden die Studis schon so richtig gefordert. Am 6. Oktober stehen gleich zwei Großveranstaltungen auf dem Plan. Die Mediziner laden um 19 Uhr auf dem Uniplatz zur "Kneipentour" ein, was nicht weniger bedeutet als zehn Bars, zehn Getränke, zehn Euro sowie Abschlussparty im Upperclub. Durch ein Megafon zusammengehalten wird der erwarteten gut 350 Studenten zählenden Rotte die örtliche Barkultur näher gebracht.
"Erwartungsgemäß erreichen weniger als 80 Prozent das Ziel", so die Vorhersage der Veranstalter. Wer es dennoch durchzieht, kann gleich mit dem Party-Hopping beginnen, denn am selben Abend lockt das selbe Haus mit selbem Anspruch. "Studi-Starters - die ultimative Erstsemesterparty" heißt das Event, das auf drei Floors bereits voll im Gange ist. Mit Glück kann hier ein nagelneuer Roller gewonnen werden.
Wer diesen Tag überlebt, darf sich den Rest der ersten Semesterwoche bei Kennenlernfrühstück, geselligen Abenden und allerhand Zusammenkünften der einzelnen Fachschaften wieder aufpeppeln lassen, bevor es mutig weitergeht. Auf dem Plan stehen dann "Fünf Nächte, fünf Clubs, fünf Parties". Wie der Name verrät wird an fünf Abenden jeweils ein Club für die Studenten der Stadt auserkoren.
Den Anfang macht am 10. Oktober das Enchilada (Foto), und bis Ende des Monats folgen Flowerpower, Turm, Palette und En Vogue. Wer diese Olympiade durchgemacht hat, darf zu Hause erzählen, dass er die Stadt bereits kennen und womöglich lieben gelernt hat.
Höhepunkt der zweiten Semesterwoche ist der 15. Oktober. Um 9 Uhr startet die feierliche Immatrikulation auf dem Uniplatz, bei der Kulisammler und Schlüsselbandjäger voll auf ihre Kosten kommen. Am Abend kann man sich dann davon überzeugen, dass die 6,10 Euro Studierendenschaftsbeitrag, die jeder Student pro Semester bezahlt, auch gut angelegt sind. Der Studierendenrat der MLU lädt zur Erstsemesterparty in den Volkspark ein, wo neben verschiedenen DJs die Deutschrock-Formation Bosse freidreht. Vom StuRa subventioniert bezahlen Hochschüler hier weniger - schön ist es, ein Student zu sein.


Wort: Julius Lukas / Bild: P.D.