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Ming Cheng Ming Cheng Ming Cheng

Ming Cheng

Zum zweiten Mal hier


Vor einem Jahr war er im Fritz-Theater, jetzt kommt der in Leipzig lebende Sänger Ming Cheng zum zweiten Mal nach Chemnitz und sagt: "Ich freu mich drauf!"

Ming Cheng stammt aus China und studierte an der Universität der Messestadt zunächst Sinologie und Informatik. Nebenbei begann er zu singen und öffentlich aufzutreten. Schnell machte er sich einen Namen in den lokalen Kabaretts und Kleinkunsthäusern, wurde vom MDR entdeckt und vergrößerte seinen Aktionsradius auf ganz Deutschland.
Vergleichbar ist Ming Cheng mit Max Raabe, ähnlich dem interpretiert er vor allem Lieder, Schlager und Chansons aus den 1920er bis 1950er Jahren. "Ich wollt, ich wär ein Huhn" ist beispielsweise Teil seines neuen Programms "Ich singen deutsch", ebenso der "Kleine, grüne Kaktus". Inspiration und künstlerische Vorbilder sind für Ming Cheng folgerichtig die Comedian Harmonists, aber auch Hildegard Knef und Marlene Dietrich.
"Hauptsächlich witzige Nummern" wird er in der Stadthalle zum Besten geben. Witzig sind auch die Zwischenmoderationen des Künstlers, der übrigens perfekt deutsch spricht, inklusive des für Chinesen angeblich unmöglichen Buchstaben bzw. Lautes R. Den rollt Ming Cheng, wie er in den alten Liedern gerollt wurde!
Wenn er nicht auftritt, studiert der junge Mann an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) und zwar General Management, das ist Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Unternehmensführung.
Und nebenbei schreibt er für die Leip-ziger Ausgabe unseres Stadtmagazins Kolumnen, in denen er vorzugsweise deutsche und chinesische Eigenarten und Gewohnheiten miteinander vergleicht. So gestand er, dass er dem hierzulande beliebten Grillen nicht viel abgewinnen kann: "Im Sommer geht's in China nicht an den See oder in die Grünanlage, um sich den Pelz zu verbrennen, wir essen stattdessen scharfen mongolischen Feuertopf im vollklimatisierten Restaurant und essen und schwatzen ohne lange Angrillzeit."
Als Ming Cheng im letzten Herbst nach Jahren mal wieder zu Hause in Tongling war, "wurde erörtert, welche chinesischen Leckerbissen man in Deutschland nicht bekommt. Danach drehte sich das Gespräch um Geld, wo man mehr verdiene, in Beijing oder Shanghai ... Nur Geld, Geld, Geld. Für meine Karriere als Chansonier interessierte sich keiner." Und im aktuellen Heft erklärt er, warum es mal Beijing und mal Peking heißt. Nachlesen könnt Ihr das unter hier. Oder Ihr fragt ihn in Chemnitz bzw. in Zwickau ganz einfach selbst.


Internet:

www.mingcheng.de


Wort: Ernie Le Coq / Bild: P.D.