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Breakdance im Kraftwerk Breakdance im Kraftwerk

Breakdance im Kraftwerk

Spaß und Respekt


Stadt gegen Stadt statt Mann gegen Mann: Am 26. Februar wird im Kraftwerk um die City-vs.-City-Krone im Breakdance getanzt.

Alle zwei Jahre versammeln sich Tänzer in der Kaßbergstraße 36, um eine nicht uninteressante Frage zu klären: Welche Stadt hat eigentlich die besten Breaker? 2009 war es ein Münchner Team, das Köln und Osnabrück auf die Plätze verwies. Das Städte-Battle ist deutschlandweit einzigartig. Dieses Jahr haben sich neben München und Köln bereits Berlin, Bremen, Paderborn, Jena, Leipzig und natürlich Chemnitz (Team "Soul of Chemnitz") angemeldet.
Der Kampf um den größten Spaßfaktor kann also wieder beginnen - mit Melody (Saarbrücken) als Host und plattenversierter DJ-Unterstützung von Arok (Regensburg), Cosmic (Salzburg) und Mathew (Chemnitz). Los geht's 16 Uhr, Einlass ist ab 15 Uhr. Getanzt wird in drei Kategorien: Breakdance-City-Battle "10 gegen 10" (maximal 10 Breaker pro Stadt erlaubt), HipHop-Battle "3 gegen 3" und B-Girl-Battle "1 gegen 1". Bei letzterem sind männliche Teilnehmer selbstredend ausgeschlossen. Ungefähr 22 Uhr müsste dann das Städtefinale steigen. Die Siegerstadt wird den Saal mit breiter Brust verlassen. Oder gewinnt diesmal gar ein Dorf? Asterix und seine Gallier haben es einst vorgemacht. Und französische Breaker sollen in den letzten Jahren ja des-öfteren im Kraftwerk gesichtet worden sein. Allerdings sind beim "City vs. City" in diesem Jahr jegliche Art von Zaubertränken untersagt - Doping unerwünscht. Vielleicht hilft ja eine schöne Tasse Tee. Ansonsten darf bei der anschließenden After-Show-Party ins Glas geschaut werden.
Das Motto der urbanen Tanzschlacht orientiert sich am Spirit der Soulexpression: "Der Kampf hat begonnen - der Spaß hat gewonnen." Seit fast 20 Jahren werden im Kraftwerk junge Breaker ab fünf Jahren geformt. Jeden Mittwoch (Saal) und Donnerstag (Multifunktionsraum) ab 15 Uhr trainieren hier die Nachwuchsakrobaten. Bei einem erschwinglichen Unkostenbeitrag von 1,50 Euro monatlich kann eigentlich jede(r) mitmachen.
Wir sind uns sicher: Die künftig besten Breakdancer kommen aus Chemnitz! Beispiel gefällig? Beim vierten Newcomer-Battle im November 2010 heimste unser Nachwuchs in allen drei Kategorien ("6 gegen 6", "3 gegen 3", "1 gegen 1") den Sieg ein. Allen voran das Team der Wild Juniorz mit dem zwölfjähri-gen Anton, der zu den größten Chemnitzer Talenten zählt.
Sixtep, Backspin, Boogy, Windmill, Headspin - auch Alexander "ReLex" Schuster durchlief einst die akrobatische Bewegungsschule, hat später jahrelang bei der Organisation vieler Veranstaltungen mitgeholfen. Seine Leidenschaft für Breakdance ist ungebrochen: "Wir wollen das Kraftwerk und Chemnitz als zentralen Standort weiter etablieren." Beim Städte-Battle ist er diesmal nur als Zuschauer dabei. "Unsere Nachwuchs-Breaker sollen sich austesten, haben so den direkten Vergleich zur nationalen und internationalen Konkurrenz." Alles läuft völlig unkommerziell. Einnahmen der Veranstaltung fließen direkt in die Förderung der jungen Breaker oder Nachfolgeveranstaltungen. Was es zu gewinnen gibt, weiß Mischa "Navo" Lorkowski vom Organisations-Team: "Mit einem Sieg erwirbt man vor allem Respekt für seine Stadt."


Internet:

www.soul-expression.de
www.kraftwerk-chemnitz.de


Wort: Frank Selig / Bild: Roger Vogel