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Rock im Park Coldplay Coldplay

Rock im Park

Absolute Dichte an Highlights


Unglaublich! Die Geschichte dieses Doppel-Festivals geht bis ins Jahr 1985 zurück. Damals war es am Nürburgring als Rock am Ring gestartet. Zehn Jahre später wurde die geniale Idee eines Tandem-Festivals geboren: Rock im Park in Nürnberg, mit gleichem Konzept und Billing, kam hinzu. Gemeinsam haben sich die beiden eineiigen Festival-Zwillinge längst zum wichtigsten Live-Event des Landes gemausert. Nirgends ist die Dichte an absoluten Highlights so hoch, nirgends sind die Rahmen-Bedingungen so professionell. Es gibt inzwischen ein Stammpublikum, welches genau das zu schätzen weiß. Die Fans feiern bei beiden Veranstaltungen nicht nur die Stars, sondern einfach miteinander eine riesige Party: Die Stimmung, so wird allerorten bestätigt, ist eine ganz besondere.
Es gibt genügend Platz für alle (okay, wir reden jetzt nicht vom Moshpit der Alterna-stage beim Metal-Haupt-Act), Food-Service und allgemeine Sauberkeit sind für Musik-Festival-Verhältnisse vorbildlich. Für Leute, die nicht den ganzen Tag vor der Bühne rumstehen wollen, werden eine Menge Freizeitmöglichkeiten angeboten: Im Fun-Park warten Basedive, Bungee-Jumping und Skycage, wer will, kann sich auf einer Trampolinalage abarbeiten. Geschichts-Freaks sei die Dokumentationsstätte zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände empfohlen, schließlich hat das Gelände in Nürnberg eine Vergangenheit, die man einfach kennen sollte.
Andererseits ist gar keine Zeit dafür, denn eigentlich trägt schon auf der Hauptbühne fast jede Band den Stempel "definitiv unverpassbar". Da will schon ein Ausflug zur Alternastage überlegt sein, obwohl es gerade hier Unglaubliches zu entdecken gibt. Als Headliner stehen jedenfalls schon eine Weile mit System Of A Down, Coldplay und den Kings Of Leon drei spektakuläre Nummern fest, wie sie musikalisch unterschiedlicher kaum zu denken sind. Nur für diese Acts würde man an den Abendkassen der Hallen zusammen schon das Geld ausgeben, das hier die ganze Festivalkarte kostet. Und bei R.I.P. gibt's noch 70 Acts als Bonus drauf. Und was für welche! Die Beatsteaks, Mando Diao, Volbeat, Social Distortion, die Söhne Mannheims, The Kooks, Korn, Disturbed, Hurts, Interpol oder die kanadische Elektro-Sensation Deadmau5. Und in dieser geballten Ladung gibt es das eben nur am Ring und im Park.


Internet:

www.rock-im-park.de


Wort: FW / Bild: Rudolf Seifert, P.D.