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Tanzwut Tanzwut

Walpurgisnacht auf der Neuenburg

Weg mit der Winterstarre


Dort, wo Ludwig der Springer einst weilte und herrschte, springen in der Walpurgisnacht Tausende umher und tanzen in den Mai. Nun herrscht Fröhlichkeit.

Ludwig der Springer, berühmt geworden durch seine Flucht von der Burg Giebichenstein bei Halle, deren Kerkern er mit einem Sprung in die Saale Lebewohl sagen konnte, gilt als Gründer der Neuenburg oberhalb von Freyburg an der Unstrut. Und in dieser Neuenburg tanzt am Vorabend des 1. Mai zwar nicht der Bär, dafür aber eine fröhlich feiernde Menschen-menge. Und mittendrin Organisator Jochen Rockstroh, der sagt: "Den Walpurgisnacht-Rock gibt es seit 2004. Die Idee zum Open-Air wurde direkt auf der Neuenburg geboren. Und damit alle gehörig den letzten Rest Winter-starre aus den Knochen schütteln können, ist zum Walpurgisnacht-Rock wortwörtlich der Teufel los. Als Frontmann der Berliner Band Tanzwut schafft es der Gehörnte jedes Jahr aufs Neue, die Massen mit leidenschaftlicher Brachiallyrik und mitreißendem Mittelalterrock in wilde Tanz-orgien zu treiben."
Beim Walpurgisnacht-Rock 2011 präsentieren sich die Stammgäste zum ersten Mal in neuer Formation. Ebenfalls von Beginn an dabei sind The Firebirds, Rock 'n Roller aus Leipzig. Das DJ-Team No Silent wiederum zählt zu den Lokalmatadoren aus dem Freyburger Raum, es wird im Brunnenhof - schon derName klingt märchenhaft - zu erleben sein. Zwei Bühnen werden in die malerische Kulisse der mächtigen Schlossmauern gestellt, die Lagerfeuer werden knistern, die Becher kreisen und Wein, Fleisch und Gesang nicht ausgehen.
"Das Event war und ist darauf ausgelegt Live-Rock unterschiedlichster Couleur zu präsentieren und dadurch ein bunt gemischtes, offenes Publikum zu erreichen", so Jochen Rockstroh. "Ausschlaggebend bei der Auswahl der Bands sind letztendlich die handwerkliche Qualität, unser persönlicher Musikgeschmack und die Lust auf Neues." Diesmal kommen musikalische Gäste gar aus England und aus Österreich, die Gitarrenband Belasco zum einen und die selbsternannten "Schrecken aller russischen Heimatmusikvereine" namens Russkaja zum anderen. Außerdem reservieren die Walpurgisnacht-Rock-Macher immer eine Bühne für junge, regionale Bands. Jochen Rockstroh: "In diesem Jahr eröffnen Last Chapter aus Leipzig das Festival mit ihrem fulminanten Metal-Hardcore-Sound."
Die fünf Live-Bands und das DJ-Team bekommt Ihr im Paket für 15 Euro im Vorverkauf und für 18 Euro an der Abendkasse. Im Preis inbegriffen ist ausreichend Platz zum Parken, Zelten und Campieren. "Allerdings ohne viel Komfort", sagen die Veranstalter, "zur Verfügung steht eine Wiese mit ein paar Dixi-Klos." Das ist mehr als zu Ludwigs Zeiten.


Internet:

www.walpurgisnacht-rock.de


Wort: B.C. / Bild: P.D.