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Faun Faun

Celebrant beim Wave-Gotik-Treffen

Mittelalterliches Treiben


Wenn sich am Pfingstwochenende in Leipzig die verschiedenen Spielarten der Schwarzen Szene treffen, wird es immer auch mittelalterlich. Dafür sorgt in erster Linie das Spektakel "Celebrant" mit dem "Wonnemond" und dem "Heidnischen Dorf".

Der "Wonnemond" ist auf dem Dach der im Zentrum gelegenen Moritzbastei angesiedelt und das "Heidnische Dorf" am Torhaus Dölitz im Süden der Stadt (Helenenstraße 24). Vom 10. bis zum 13. Juni, jeweils ab 11 Uhr bieten diese beiden Märkte und ihre Bühnen "Gelegenheit, auch ohne WGT-Gesamtkarte etwas von der besonderen Atmosphäre des Treffens mitzubekommen", so die Veranstalter. Kinder bis 12 dürfen kostenlos herein, alle Älteren zahlen acht (Tageskarte, normal) bzw. drei Euro (Tageskarte, ermäßigt) - für "eine Reise in die zauberhafte Welt des Mittelalters", wie zum Beispiel das Ensemble Faun (Foto) sie bietet. Die Münchner geben am Abend des 11. Juni ein romantisches Nachtkonzert im Heidnischen Dorf. Und Ihr, wenn Ihr Fantasie habt, versetzt Euch mit Hilfe der Musik zurück in die Epoche der Stadttore und Zugbrücken, der Gaukler und Landsknechte, des Branntweins und gelegentlichen Hungers. Gegen letzteren, wenn er Euch überkommen sollte, kann sofort etwas getan werden, denn: "An den Bratspießen, Suppenkesseln, Backöfen, Bier- und Weinschenken laden rotbäckige Schankmaiden zum Prassen und Saufen." Neben diesen erwarten Euch drei Wikingersippen "mit reichlich Kriegsvolk", Handwerks- und Runenmeister, selbstverständlich Krämervolk und viele andere. Eure Kinder verschwinden in der "Märchenzeltburg", um zu lauschen, zu staunen und zu spielen. Und Ihr trinkt einen Met, probiert ein Gewand und lauscht auch, denn auf den Bühnen des "Wonnemonds" und des "Heidnischen Dorfes" geben sich Kapellen mit märchenhaften Namen - u.a. Rabenschrey, Neun Welten und Quellental, Nachtwindheim, Vroudenspil und Zackenflanke - Laute und Drehleier in die Hand.


Wort: Bastian Cramer / Bild: Malika Winterling