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A Desire To Hope A Desire To Hope

Daniel Hartmann - A Desire To Hope Daniel Hartmann

A Desire To Hope

Keine normale Rockshow


Endlich mal Musik, die sich nicht selber einschließt, in einer Schublade oder in einer Stadt. Daniel Hartmann ist vielen Konzertgängern bekannt von vielen Projekten. Jetzt wagt er den Brückenschlag nach Guardia, mit seiner neuen Band A Desire To Hope.

BLITZ!: Eine neue Band, angelegt zwischen den Städten. Und Du als organisatorischer Kopf. Stell Deine Compadres inklusive ihres Hintergrundes mal vor.
Daniel Hartmann: Also, wir sind über drei Städte verstreut. Da wären zum einen in Gera Susan, unser Küken und Sängerin, Hippo, unser musikalischer Kopf und Rhythmusgitarrist, sowie Cedric, unser Schlagzeuger. Gera ist mit Proberaum und Studio unsere kreative Basis. Dann hätten wir noch Schütt, unseren Leadgitarristen, der aus beruflichen Gründen in Würzburg lebt, aber ursprünglich auch aus Gera stammt. Und dann eben noch meine Wenigkeit. Ich spiele Bass und ziehe die Fäden hier in Leipzig.

BLITZ!: A Desire To Hope - das ist ja fast schon Theater. Kannst Du ein bisschen was zum Konzept hinter dem Projekt sagen? Wo soll's hingehen?
D.H.: Wir sind keine Rockband im klassischen Sinne. Während es früher und auch heutzutage hin und wieder noch Konzeptalben gab und gibt, erweitern wir das Ganze zur Konzeptband. Wir erzählen mit unseren Songs und einem von uns geschriebenen Fantasiemärchen, die Geschichte eines Mädchens namens Susan. Sie durchlebt in der Geschichte verschiedene Lebensphasen und taucht später in eine Fantasiewelt ein. Hier trifft sie dann auf neue Charaktere, mit denen sie gemeinsam diverse Abenteuer erlebt und eine Art Selbstreflektion erfährt. Wir möchten, dass sich das Publikum bewusst ist, dass es keine normale Rockshow erleben wird. Die Band soll als eine Inszenierung verstanden werden. Schon im Vorfeld soll man sich bewusst sein, eine Art Theaterstück zu sehen. Zum anderen wünschen wir uns, dass sich das Publikum im Nachhinein mit uns und vor allem unserer Geschichte auseinandersetzt. Wir sind als Band noch sehr jung und wissen nicht, wo uns unser Weg hinführt. Wir sprudeln vor Ideen und investieren sehr viel, um diese auch umzusetzen. Eines unserer großen Ziele ist zum Beispiel, die Geschichte von einer Theatergruppe aufführen zu lassen, mit uns und einem Orchester als Begleitung.

BLITZ!: Du sagst: Das erste Album ist die Vorgeschichte zur Geschichte. Also ein Gesamtkunstwerk? Wie "The Wall"? Wie "Linie 1"? Wie "Rocky Horror"?
D.H.: "The Prolog" ist der Einstieg in eine unendliche Mär. Wir erzählen die Vorgeschichte von Susan bis zu ihrem Eintritt in die Welt "Guardia", wo ihre Abenteuer erst richtig losgehen. Ich weiß nicht, ob man jetzt schon von einem Gesamtkunstwerk sprechen kann. Schön wäre es, wenn es einmal so wahrgenommen wird. Im Moment würde ich eher sagen, es ist einfach mal etwas Anderes und Besonderes.

BLITZ!: In der Wahl der Mittel seid Ihr ja ganz schön auch auf die visuellen Aspekte gebürstet. Fast schon wie Szenen aus Filmen, gebettet in emotional unterstützende Musik. Wie kommt es zum Gefühl? Ist das ein langer schmerzhafter Prozess oder die Diktatur der Köpfe?
D.H.: Zunächst soll die Musik, die Grundstimmung der jeweiligen Szenerie untermalen. Wir greifen jedoch Lebensphasen auf, die manch einer vielleicht selber schon einmal erlebt hat. Sei es das Streben nach Anerkennung, das Außenseitertum oder das kindliche Spiel im Wald. Und das spiegelt sich auch in den Songs wieder. Auf Grund eigener Erfahrungen oder entsprechender Empathie haben wir versucht, uns in die Rolle von Susan hineinzuversetzen, überlegt, welche Stimmung wir damit verbinden, und versucht, diese musikalisch umzusetzen. Daher unterscheiden sich die Songs teilweise auch sehr voneinander, bilden aber dennoch ein großes Ganzes. Der Song "Taste Of Free", zu dem wir gerade unser erstes Musikvideo drehen, zum Beispiel strahlt vor positiver Energie. In diesem Song erlebt Susan eine Art Befreiungsschlag und tritt in die neue Welt ein. Für mich persönlich ist das der Song, mit dem ich ein ganz tiefes Gefühl verbinde, weil er mich an einen besonderen Menschen und eine Hochphase vom Beginn des Jahres erinnert. Fast so als hätte ich den Schritt nach "Guardia" gemacht.


Internet:

www.myspace.com/adesiretohope


Wort: Volly Tanner / Bild: Volly Tanner, P.D.