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Hahahaklub Hahahaklub

Hahahaklub wird wiederbelebt

"Lebensbejahende Veranstaltung"


Cordula Zwischenfisch, welch ein Name, hahaha, welch ein Klub. Es war vor ziemlich genau sechs Jahren, als Christoph Walther a.k.a. Cordula Zwischenfisch in vier Städten gleichzeitig den guten bis sehr guten Hahahaklub eröffnete.

Halle, Leipzig, Dresden und Riesa. Die Reihenfolge der Nennung stellt keine Wertung dar. Das Ziel war es, handverlesene Künstlerkollegen den Freunden der Schmunzelei vorzustellen. Was haben wir gelacht, damals im Hühnermanhattan. Ein halbes Jahr nach dem ersten Hahahaklub war schon wieder Sense. Der Grund: Unerwarteter, aber verdienter Erfolg, den Zwischenfisch und sein grobmusikalischer Partner Ines Fleiwa mit ihrem "Kasperett" Zärtlichkeiten mit Freunden hatten. Spätestens seitdem sie im Jahr 2007 den renommierten Prix Pantheon (Jury-Preis in der Kategorie Frühreif & Verdorben) bekamen und danach auch alle anderen wichtigen Comedy- und Kabarett-Preise, gab es kaum noch Lücken im Terminkalender. Eigentlich haben die Beiden immer noch keine Lücken im Terminkalender, jedoch scheinen sie mittlerweile mit dem Erfolg zurechtzukommen, denn es gibt ihn wieder, den Hahahaklub - in Halle, Leipzig und Riesa. Wir unterhielten uns mit Cordula Zwischenfisch, Rufname Christoph Walther (Foto, re.), über den Hahahaklub, den Erfolg mit Zärtlichkeiten sowie über Halle und die Welt.

BLITZ!: Wie kommt es dazu, dass Du den Hahahaklub wiederbelebst?
Cordula Zwischenfisch: Weil die Flamme nie erloschen ist und der kleine Gastgeber in mir immer wieder gesagt hat, dass es weitergehen muss. Der Hahahaklub ist eine lebensbejahende Veranstaltung, und das bin ich den Städten Halle, Leipzig und Riesa schuldig.

BLITZ!: Mein Gott, Walther. Und wieso hast Du Dresden aufgegeben?
C.Z.: Warum Dresden, wenn man Halle haben kann?

BLITZ!: Das erklärt alles. Dann gibt's in Halle also bald wieder regelmäßig was zu lachen. Worüber kannst Du lachen?
C.Z.: Wenn jemand stolpert.

BLITZ!: Erzähl mal einen Witz!
C.Z.: Kommt ein Frosch in den Laden. Sagt der Verkäufer: "Guten Tag, was darf's sein?" ... und wie es weitergeht, erfährt der Aufmerksame am 29. November im Mohrensaal. Es ist gut, wenn man nicht immer alles sofort haben kann.

BLITZ!: Ist wohl anstrengend, immer lustig sein zu müssen?
C.Z.: Übelst.

BLITZ!: Ihr seid als Zärtlichkeiten mit Freunden viel rumgekommen. Kam Euer Programm überall gut an oder gibt es Gegenden, in denen man über Euch oder ganz offensichtlich weniger lacht? Zumal Ihr gerne Klischee-Ossis parodiert.
C.Z.: Unser Schaffen findet oft Anklang. Das liegt aber sicher daran, dass wir nur Lieder mit traumhaften Melodien spielen, denen sich kaum einer entziehen kann. Zweimal während unserer Zeit im Showgeschäft haben es Menschen vermocht, trotz der zweifelsohne gut gespielten Musik wieder Herr über ihren Körper zu werden und den Saal zu verlassen. Zudem finde ich nicht, dass wir Klischee-Ossis parodieren. Wir kommen aus Riesa, wir sind Klischee-Ossis.

BLITZ!: Welches Ereignis der Vergangenheit ist und bleibt Dir dabei unvergessen?
C.Z.: Wir haben mal an einem Imbiss gegessen. Das Essen war ganz scharf.

BLITZ!: Wenn man wie Ihr auf dem Sonnendeck der Aida lümmelt und Richtung Brasilien die Welt bereist, gebucht als Künstler fürs Abendprogramm, sagt man sich da: Ich hab's geschafft?
C.Z.: Ich glaube, geschafft hat man es, wenn man auf der ISS für ein Abendprogramm gebucht wird. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.

BLITZ!: Im wahrsten Sinne des Wortes. Wie kommst Du und auch Dein Kollege Ines mittlerweile mit dem Erfolg zurecht.?
C.Z.: Sehr schlecht. Wir wälzen uns oft unruhig im Schlaf. Aber jeder in seinem. Es gibt noch viel zu verbessern. In Halle fangen wir damit an.

BLITZ!: Das wurdest Du sicher schon Milliarden Mal gefragt: Aber wie seid Ihr gleich nochmal auf den Namen Zärtlichkeiten mit Freunden gekommen?
C.Z.: Wir haben diesen Bandnamen gewählt, um uns interessant zu machen. Das Konstruktionsprinzip ist wie bei ABBA, nur dass wir nicht die Anfangsbuchstaben von Vornamen gewählt haben, sondern von Ländern. Nämlich von Zaire, Äthiopien, Ruanda, Tansania, Liechtenstein, Island, Chile, Honduras, Kenia, Equador, Nordpol ...

BLITZ!: Zärtlichken? Anderes Thema, auf welche Projekte dürfen wir uns noch freuen?
C.Z.: Wir wollen, und das machen wir auch, einmal acht Stunden - in Worten: neun - durchspielen.

BLITZ!: Wann gibt es Euch auf DVD? Ich könnte mir vorstellen, dass eine CD nicht genügt. Man muss Euch sehen? Oder?
C.Z.: Auch eine DVD bietet nur hinterherhinkende Möglichkeiten. Man muss uns live sehen. Vor allem riechen. Wir machen trotzdem eine.


Internet:

www.hahahaklub.de


Wort: Thomas Leibe / Bild: P.D.