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Lon Fright Lon Fright

Lon Fright von The Fright im Interview

Liebe, Horror und Leidenschaft


Mit Lon Fright, dem Sänger der Hermsdorfer Horrock'n'Roll-Band The Fright, sprachen wir über Leidenschaft, Düsternis und das kommende Album.

BLITZ!: Hallo Lon, wir kennen uns ja schon, aber wie würdest Du The Fright jemandem, der Euch noch nicht kennt, beschreiben?
Lon: Zunächst einmal unterscheiden wir uns von vielen Bands einfach dahingehend, dass wir unsere Leidenschaft sowohl auf als auch abseits der Bühne vollkommen ausleben. The Fright ist für uns nicht einfach eine Band, sondern Ausdruck eines ganzen Lebensgefühls. Wir kennen uns seit klein auf, haben die Band mit circa 13 Jahren gegründet, und sie ist ebenso gewachsen und reifer geworden wie wir selbst. Straight nach dem Motto: Live now, die tomorrow! Die Inspiration nehmen wir aus all den versteckten Dingen, die die Welt zu bieten hat, und den Bands, die wir uns pausenlos injizieren. Das reicht vom 80er Sleaze- und Hair-Metal über Heavy Metal bis hin zum Death- und Gothic Rock. Ursprünglich kommen wir aber aus der Punkszene. Ich kann nur jedem ans Herz legen: Hört es Euch an, lasst es auf Euch wirken, liebt es oder hasst, dazwischen wird es nichts geben.

BLITZ!: Liebe und Hass sind gute Stichworte. Worum geht es in Euren Texten?
Lon: Die Texte handeln zum einen von persönlichen Dingen, die ich verarbeite, und zum anderen lebe ich in ihnen meine Leidenschaft für Horror und Düsternis aus. Was alle Texte gemeinsam haben ist, dass sie frei interpretierbar und von einem düsteren Band umzogen sind. Jeder kann für sich hineininterpretieren, was er darin sieht: Liebe, Tod, Romantik, Horror, aber auch Gesellschaftskritik und politisch-soziale Probleme. Ich will niemandem vorschreiben, was er darin zu sehen hat. Die Texte sollen wirken, nicht vorgeben.

BLITZ!: Wie kamt Ihr zur Musik und wer sind Eure Vorbilder?
Lon: Wie bereits erwähnt, bin ich in der Punkszene aufgewachsen. So hatte ich schon im jungen Alter Bezug zur subkulturellen Szene, die sehr durch die Musik geprägt ist. Irgendwann entwickelte ich, warum auch immer, die Vorliebe für dunklere Gefilde. Durch die damalige Affinität zu Wrestling bin ich erstmals in Kontakt mit der Horrorpunk-Band Misfits gekommen. Vorbilder sind all diejenigen aus dem Musikbusiness, die sich einen Dreck um die Meinung anderer scheren und ihren ganz eigenen Weg gehen. Leute, die für die Musik leben, wie etwa ein Glenn Danzig, Ian Astbury von The Cult und Doors oder Sebastian Bach von Skid Row.

BLITZ!: Mit welcher Band würdet Ihr gern einmal zusammen auf einer Bühne stehen?
Lon: Das ist einfach. Mit Bands, denen wir selber huldigen: Danzig, Mötley Crüe, Kiss und Alice Cooper. Nur um ein paar wenige zu nennen.

BLITZ!: Ihr habt sicher schon ein paar lustige Dinge auf Euren Touren erlebt. Was ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben?
Lon: Komischerweise hat es immer was mit Frauen zu tun. Lustig war, als unser Drummer volltrunken in Polen mit einer Frau mitgegangen ist, in einer dunklen Ecke von ihr verprügelt wurde und wieder zurück ins Hotelzimmer ging, als ob nichts gewesen wäre. Der Schrank war danach sein bester Freund. Intensiver, wenn auch nicht komisch, war da schon das Erlebnis, als ich plötzlich eine Knarre an der Stirn hatte, weil ein kräftiger Typ meinte, ich hätte seine Freundin angegraben.

BLITZ!: Ihr arbeitet derzeit fleißig am neuen Album, was wird den Hörer erwarten?
Lon: Die Songs sowie die Produktion werden der Hammer. Durch Danny als Leadgitarristen haben wir einfach viel mehr Möglichkeiten und konnten dadurch den Sound entwickeln, den wir immer wollten. Er ist hart, düster und bedingungslos. Du kannst die Midnight Revolution förmlich spüren. Zudem haben wir einige Gastsänger engagieren können, mit denen wir sehr engen und freundschaftlichen Kontakt pflegen wie zum Beispiel Jackal und Vlad von den Crimson Ghosts und Lyle von den texanischen Ghoultown.

BLITZ!: Wann und wo kann man Euch live erleben?
Lon: Nach der Fokussierung auf das Album sind wir gerade in der Booking-Phase. Schaut einfach hin und wieder auf unsere Homepage und Ihr werdet stetig neue Gigs finden. Der nächste Termin ist der 19. November in Erfurt. Zudem wird es sicherlich noch unseren alljährigen Heimat-Gig im Hermsdorfer Jugendhaus geben, der wie immer viele Überraschungen mit sich bringt.

BLITZ!: Und abschließend: Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft?
Lon: Wir stecken uns generell keine großen Ziele. Derzeitig arbeiten wir aber an der Weltherrschaft! Also werdet Teil der Mitternachtsrevolution, besucht unsere Gigs und tretet dem gemeinen Volk zusammen mit uns mächtig in den Arsch!


Internet:

www.the-fright.de


Wort und Bild: Isabella König