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Superfly

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Dresdner Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.



Superfly


Zuletzt nahmen wir Euch auf eine Zeitreise ins Vietnam der 70er Jahre mit. Dieses Mal werdet Ihr über Eure Grenzen - im wahrsten Sinne des Wortes - hinausschießen. Es wird halsbrecherisch, zieht Euch schon mal die Socken über.
Denn das ist das Erste, was es zu tun gilt, bevor man dem Traum vom Fliegen näher kommen wird: Schuhe aus, spezielle Anti-Rutsch-Socken an. Die gewährleisten, dass Ihr in den wichtigsten Momenten nicht die Bodenhaftung verliert.
Wem das jetzt schon zu waghalsig klingt, der sollte trotzdem beruhigt in die Arena der Lüfte eintreten. Es gilt das Motto: Alles geht, nichts muss. Und es beginnt einsteigerfreundlich, schließlich könnte es für den einen oder anderen bereits ein Jahrzehnt her sein, sich auf einen kraftvoll federnden Untergrund gewagt zu haben.
Im vorderen Bereich gibt es eine Vielzahl kleinerer Trampoline, jedes etwa zwei mal zwei Meter groß. Dort beginnen die ersten zaghaften Versuche, sich in dem gewohnten Element auf ungewohnten Bahnen zu bewegen. Aber keine Sorge, auch wenn das nicht auf Anhieb klappt, die Verletzungsgefahr ist dank eines durchgängigen Schaumstoffkonzepts minimiert.
Nach und nach, mit jedem weiteren Zentimeter, den man der Schwerkraft abringt, wird das aufregende Kribbeln im Bauch stärker und man springt nur allzu bereitwillig in diesen Endorphinsog, der einen in die rückwärtigen Bereiche der Halle zieht. Da muss es doch noch mehr geben?!

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Ja, gibt es, und die eigene Überwindung wird zum Suchtfaktor des Tages. Immer wieder wird sie auf die Probe gestellt, immer wieder folgt nach dem erfolgreichen Bad in Endorphinen ein ganz klein wenig schwereres Level. Zunächst werden die Trampoline nicht nur größer, sie neigen sich aufwärts. Das muss man gesehen (und probiert!) haben. Es folgt ein Parcours à la German Ninja Warrior, nur ohne Wasser, das wurde mit großen Schaumstoffwürfeln ersetzt (Foam Pit). Es gibt zwei Sprunggruben, Basketballkörbe für spektakuläre Dunks sowie den Duellklassiker aus der 90er-Jahre-Serie "American Gladiators", bei dem man auf einem Balken mit zwei übergroßen Ohrenstäbchen gegeneinander antritt. Schadenfreude inklusive.
Nach der ganzen Anstrengung ist es umso besser, dass man für die Highlights körperlich kaum noch aktiv werden muss. Abgesehen von den Treppenstufen, denn jetzt geht es richtig nach oben.
Beim ersten Anblick weiß man gar nicht recht, was man sich zuerst (nicht) trauen sollte. Das Trapez, um sich mit Schwung in den Foam Pit zu stürzen? Oder lieber rauf auf die Riesenrutsche, die an eine Halfpipe erinnert? Oder doch den Sprungturm besteigen und sich den freien Fall auf ein übergroßes Luftkissen geben? Zuletzt sollte man vor nichts Halt machen, es zahlt sich aus.
Bereits eine Stunde Sport und Aufregung, die Ihr inklusive Sprungsocken und einmaligem Flight Ribbon zum Preis von 17 Euro bekommt (Rabatte für Gruppen), macht nicht nur durstig. Die Krafttanke und einige Plätze zum Durchatmen befinden sich - wie sollte es anders sein? - hochgelegen. Bei Rhabarberschorle etc. (1,90 Euro), Wasser (1,30 Euro) oder Saft und herzhaften sowie süßen Snacks im Bereich von 2,20 Euro lässt sich gut beobachten, was die geübteren Springer auf dem Kasten haben. BLITZ! sagt: Das könnt Ihr auch! Also, ab in die Lüfte.

Siemensstraße 9
Telefon (0351) 79 99 27 50
www.superfly.de

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Neue Sachlichkeit

Neue Sachlichkeit

Neue Sachlichkeit

Neue Sachlichkeit

Neue Sachlichkeit


Das Areal des ehemaligen Heizkraftwerks Mitte hat eine weitere Entdeckung zu bieten. Seit Anfang Juli waren die Arbeiten im Gange, so dass sich im September die Neue Sachlichkeit in aller Frische zeigen kann.
Das Innenleben hält sich an das namensgebende Konzept, auch wenn der erste Blick auf große Rückenlehnen von Polstersofas in Lederoptik fällt und damit an amerikanische Dining-Bars erinnert. Damit hören die Schnörkel dann auch schon auf. Man erkennt schnell klare Kanten und geordnete Strukturen, die sich auch in der spartanischen Deko wiederfinden lassen - ganz sachlich eben. Industriellen Charme versprühen einzelne unverkleidete Rohre und Lüftungsschächte. Das führt dazu, dass man sich vom Essen kaum ablenken lässt, welches im schönen Kontrast zu Raumgestaltung daherkommt. Liebevoll angerichtet und mit dem ein oder anderen farblichen Akzent versehen. Hier isst das Auge definitiv mit.
Wo vorher noch im Probebetrieb von einer kleinen Karte serviert wurde, finden Besucher seit dem 5. September die Herbstkarte vor. Bei Redaktionsschluss lag sie uns noch nicht vor, anhand von Lammkotelett mit Rote-Beete-Pastinaken-Stampf und Mango Salsa, Rotbarschfilet auf Linsenrisotto mit Gin-Limetten-Sauce und Pasta aus dem Parmesanlaib sind wir aber zuversichtlich, dass tolle Leckereien angeboten werden.
Neben dem Mittagstisch zwischen 11.30 bis 14 Uhr (Di - Fr) kann man auch Kaffee und Kuchen sowie aus einem soliden Angebot erfrischender Getränke auswählen. Das große Hefe kommt für 3,80 Euro ins Glas, ein 0,4er Pils vom Fass ist mit 3,10 Euro zu haben. Auch für Unterhaltung wird gesorgt, bei abendlichen Theatermenüs.
Geöffnet ist dienstags bis samstags 11 bis 22 Uhr.

Kraftwerk Mitte 7
www.rauschgastronomie.de/neuesachlichkeit
Telefon (0351) 219 64 91



Blumenau

Blumenau

Blumenau

Blumenau

Blumenau


In der Dresdner Neustadt geht es ungezwungen bunt und offen zu. Nicht nur Bewohner und Besucher haben dieses Motto verinnerlicht, auch die Kneipenszene richtet sich danach mit kreativen Konzepten und immer neuen Erscheinungsbildern.
Als jüngster Vertreter zeitgemäßen Ambientes zeigt sich das Blumenau auf der Louisenstraße. Das Team hat den Staub von der Fassade geklopft und innerhalb von zehn Tagen in Eigenarbeit die ehemals urig gehaltene Kneipe in ein offen freundliches Straßencafé verwandelt. Die Front besteht komplett aus bodentiefen Fenstern, so dass man unbehelligt das Treiben auf der Straße beobachten kann. Und so trifft geschmackvolle Zurückhaltung, die sich auch in der Hintergrundmusik wiederfindet, das pure Leben der Neustadt. Da wird einem die Zeit nicht lang.
Wem es eher nach einer geselligen Runde unter Freunden oder Kollegen steht, wird bestens versorgt. Die üppige Auswahl an Getränken lässt keinen Wunsch unerfüllt. Ob heiß oder kalt, gemixt oder pur, mit oder ohne. Zu essen gibt es tolle Frühstücksangebote, selbstgebackenen Kuchen, Snacks so-wie zünftige und abwechslungsreiche Gerichte. Burger-Liebhaber wie auch Vegetarier kommen zu guten Preisen auf ihre Kosten und wer zum Mittags-tisch erscheint, wird ab 5,20 Euro und jeden Tag von etwas anderem satt. Darüber hinaus schmecken der Gin der Woche und ausgewählte Cocktails in der Blue Hour ab 5,50 Euro (sonntags bis donnerstags ab 21 Uhr).
Für die Freunde des runden Leders kommt das Highlight jetzt: Das Blumenau überträgt Spiele auf zwei Leinwände. Und das betrifft nicht nur die Turniere der Nationalmannschaften, sondern auch die Champions League.

Louisenstraße 67
Telefon (0351) 802 65 02
www.cafe-blumenau.de