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Alice Cooper

Alice Cooper

Alice Cooper

Der Erfinder des Schock'n'Roll heißt gar nicht Alice Cooper. Vielmehr hieß seine Band aus Detroit so, mit der er Anfang der 70er nicht nur mit Hits wie "No More, Mr. Nice Guy" oder "Schools Out" Erfolge feierte, sondern auch eine Show kreierte, die alles bisher Dagewesene mit einer echten Horrorschau geschmacklich unterbot. Sänger Vincent Furnier hängte sich lebende Schlangen um, watete in Bühnenblut und starb in jeder Show einen grausigen Hinrichtungstod. Der Effekt trat genauso präzise ein wie er berechnet worden war: Die Moralapostel verurteilten, die Ordnungshüter verboten und die Konzertkarten verkauften sich prächtig. Kaum einer redet über die Musik, obwohl hier wirklich ordentlicher Hardrock vorlag. Nach der Trennung von der Band machte Furnier unter dem Bandnamen solo weiter, feierte einige Erfolge, legte sich aber auch ein veritables Alkohol- und Kokain-Problem zu.
Ende der 80e Jahre hatte er es aber geschafft, sich am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf heraus zu ziehen. Das Album "Trash" mit der Hitsingle "Poison" brachte ihn 1989 zurück an die Spitze der weltweiten Charts. Auch der Nachfolger "Hey Stoopid" konnte da anknüpfen. Seine böse Bühneninszenierung nimmt ihm heute keiner mehr übel. Das alles ist doch zur Unterhaltung gedacht, da muss man kein Drama draus machen. Außerdem trägt die Show, wie des Meisters Gesamtwerk längst den Stempel "Klassiker".


Wort: F.W. / Bild: P.D.