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Barock me, Gräfin Cosel

Barock me, Gräfin Cosel

Premiere "Barock me, Gräfin Cosel" im Boulevardtheater Dresden

Perückte Zeitreise


Barock me, Gräfin Cosel

Barock me, Gräfin Cosel

Rote Lichter tanzen über der Altdresdner Kulisse. August der Starke küsst seine neue Flamme, Anna Constantia, die spätere Gräfin Cosel stürmisch. Als er ihr an die Wäsche will, wehrt sie ihn ab. Sie will nicht nur verführt und erobert werden, sondern selber herrschen und ringt ihm sogar ein Heiratsversprechen ab. Er liebkoselt sie aufs Stärkste und ihre Machtlust wird immer größer. Das wird ihr zum Verhängnis. Die aufregend verrückte, tragische Liebesgeschichte um Aufstieg und Fall der Gräfin Cosel am Hofe des berühmten Sachsenkönigs erzählt in einer turbulent-spannenden Zeitreise die Inszenierung "Barock Me, Gräfin Cosel - ein perücktes Musical über Macht, Mätressen und Magie", die unlängst im Boulevardtheater Dresden Premiere feierte. Romantisch, originell, lust- und liebevoll inszeniert ist das historische Spektakel vor der Kulisse einer Wanderbühne, dem Circus Fantasticus aus Florenz. Mit aufklappbaren Türen, wo in Großaufnahmen von Schloss, Spiegelsaal und Zwinger Sachsens Glanz und Gloria aufleben mit prunkvollen Hoffesten, aber auch der Stadtbrand, Geldnot und Intrigen. Hofdamen in reizvollen Kleidern und Zuckerwattefrisuren umtanzen August. Aus einer Art Orgel mit Grammophon ertönt barocke Musik im Wechsel mit flottem Popgesang und bezaubernden Tanzeinlagen. Eine schöne Idee, diese historische Geschichte mit dem Blick einer Wandertheatertruppe zu erzählen. Luise, ein Landei aus Stolpen, spielt die Cosel. Ihre Rivalin Isabella entzückt mit frech-frivolen Kommentaren. Anton, der Verehrer Luises, gibt August den Starken. Als galanter Bösewicht mit Perücke und Augenklappe wirbelt Manuel Krstanovic umher. Doch dann taucht überraschend Gräfin Cosel auf, trickst ihn aus und rettet die Wanderbühne. Reichlich Beifall für diesen gewitzt-herzerfrischenden Blick hinter die barocke Dresdner Fassade.


Internet:

www.boulevardtheater.de


Wort: Lilli Vostry / Bild: Robert Jentzsch, schwarzerfuchs



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