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Smuggling Hendrix

Smuggling Hendrix


Absurditäten dieser Art kannten wir Deutschen ja zur Genüge. Schließlich trennte noch vor 30 Jahren eine Mauer Berlin. Noch immer gibt es Orte, die aus politischen Gründen getrennt sind. Das zyprische Nicosia gehört dazu. Hier spielt diese absurde Komödie, in der einem im griechischen Teil lebenden Musiker der Hund wegläuft. Den versucht er nun mehr oder minder trickreich wieder zu bekommen. Unter anderem setzt er auf die Hilfe eines im türkischen Teil lebenden Mannes, der auch nicht ganz uneigennützig handelt. Die Rückführung des Hundes erweist sich als gar nicht so einfach, denn beispielsweise ist die Einfuhr lebender Tiere in den anderen Teil der Stadt verboten. Und die ganzen Ressentiments der Menschen untereinander kommen ja auch noch dazu. Eine dieser Empfehlungen für einen kleinen, unterhaltsamen Film, hinter dem wahrlich mehr steckt als lediglich Witzigkeit mit Grenzen.
Parasite

Parasite


Zurecht bekam der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho in Cannes dieses Jahr die Goldene Palme für seine böse Sozialkritik, die sich bis zum Thriller hin entwickelt und bei der einem streckenweise das Lachen im Halse stecken bleibt. Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein können: Die reichen Parks suchen einen Nachhilfelehrer. Den finden sie im jüngsten Spross der Kims, die in einem schimmligen Keller zu überleben versuchen. Einmal einen Fuß in der Tür zu Arbeit und damit zu einem Stück Kuchen der Gesellschaft, machen sie sich unentbehrlich und verdrängen zudem einen Bediensteten nach dem anderen - bringen so ihre gesamte Familie unter. Sie halten zusammen, sie sind skrupellos und "meistern" jede Situation. Bis, ja, bis ein unerwarteter Zwischenfall das ganze Kartenhaus zum Einbruch zu bringen droht. Am Ende bleibt die Frage: Wer sind hier eigentlich die Parasiten? Inzwischen schickt Korea den Film ins Oscarrennen.
Bild: Filmperlen Bild: Koch Films
Terminator 6: Dark Fate

Terminator 6: Dark Fate


Keine Ahnung, wieso einem der alte Holzmichel hier in den Sinn kommt? Ja, offensichtlich: Er lebt noch! Und auch der Regisseur, der bei den ersten beiden Teilen Regie führte - James Cameron - ist zurück, allerdings als Produzent und Drehbuch Co-Autor. Und so schließt der sechste Teil auch an den zweiten an. Mal etwas anderes. Oder doch nicht? Arni, der legendäre Terminator-Darsteller ist selbstverständlich auch mit von der Partie: Carl, eines der T-800er Modelle seiner "Spezies" wird, gealtert wie er ist, in die Vergangenheit zurückgeschickt, um die Menschheit nun doch auszulöschen. Schlacht- bzw. Schauplatz ist Mexiko, wo drei starke Frauen (unter ihnen die alte Bekannte von Arni - Sarah Connor) unerbittlichen Widerstand leisten gegen die klugen Gegner, die jeden ihrer Schachzüge voraussehen können. Schwarzenegger und Linda Hamilton wiedervereint. Was wird das? Nach dem nicht so erfolgreichen fünften Teil ist alles drin...
Die Eiskönigin 2

Die Eiskönigin 2


Eiskönigin Elsa ist die Ikone von Millionen sehr junger vor allem weiblichen Fans. Gut, auch (Groß)eltern ließen sich von der kleinen Heldin verzaubern und sind garantiert bereit, ihren Nachwuchs ins Kino zu begleiten. Und wenn das Gerücht, was die Runde macht, sich bewahrheiten sollte, wird es hinterher Gesprächsstoff genug geben. Elsa soll sich angeblich outen und auf Geschlechtsgenossinnen stehen. Das wäre ja mal echt mutig und eigentlich längst überfällig. Ansonsten verraten die Macher nur, dass Elsa und Co. einem geheimnisvollen Ruf aus dem Wald auf den Grund gehen wollen und Werte wie Mut, Geschwisterliebe, Zusammenhalt, Vertrauen und Abenteuerlust dem kleinen Zuschauer ans Herz gelegt werden sollen. Bekannt ist: Der erste Trailer, der zu den zum zweiten Mal völlig Unverfrorenen veröffentlicht wurde, schaffte innerhalb von 24 Stunden 116,4 Millionen Klicks. Fragt noch jemand, ob das ein Erfolg wird?
Bild: Walt Disney Company Bild: Walt Disney Company
Die schönste Zeit unseres Lebens

Die schönste Zeit unseres Lebens


Victor, seines Zeichens Comiczeichner, ist in die Jahre gekommen: grantig, nörgelnd und eigentlich eine Zumutung für seine Umwelt. Vor allem für seine Frau. Also kein Wunder, wenn die ihn schon lange ausgerechnet mit seinem besten Freund betrügt und ihm den Stuhl vor die Tür setzt. Sein Sohn hat Mitleid und einen Freund, der eine Eventagentur besitzt, die für zahlungskräftige Klienten Reisen in die Vergangenheit organisiert. Victor kommt also in den Genuss eines solchen Events, und das findet er so schön, dass er all sein Geld zusammenkratzt, um seiner Frau Marianne immer und immer wieder in jungen Jahren zu begegnen. Bis es eines Tages auf einem solchen Trip einen Überfall gibt. Das ist witzig, hat äußerst gute Dialoge, ist einfach großartig. Endlich mal wieder eine jener französischen Komödien, die eigentlich alle Welt liebt und die leider so selten geworden sind. Sehenswerte Empfehlung!
Jumanji: The next Level

Jumanji: The next Level


1995 ein großer Hit mit dem unvergessenen Robin Williams. Jahre später zwei weitere erfolgreiche Teile. Da geht doch noch was, zumal man eine knappe Milliarde mit "Jumanji: Willkommen im Dschungel" eingespielte. Es war also noch etwas übrig und konnte zum Ausbau dieser Gelddruckmaschine verwendet werden. Man setzt erneut auf das bewährte Team Dwayne Johnson als Schlagkräftigen, Kevin Hart als Hochintelligenten, Jack Black als Tollpatschigen und Karen Gillan als Kampfamazone, Regie erneut in den Händen von Jake Kasdan. Neu dazugekommen u. a. Danny DeVito. Der nerdige Spencer hat das Videogame repariert und ist schon wieder im Spiel verschwunden, die anderen folgen ihm und auch noch Spencers Großvater sowie dessen Freund. Den beiden Alten muss schließlich geholfen werden, sich an ihre Rolle als Game-Avatare zu gewöhnen. Das kann nun so lange weitergehen, bis kaum einer mehr Lust auf die Jumanji-Welt hat.
Bild: Constantin Bild: Sony Pictures Entertainment
Das perfekte Geheimnis

Das perfekte Geheimnis


Es gibt Dinge, die sollte man einfach nicht tun, auch nicht aus Langeweile. Das ist angelehnt an einen erfolgreichen italienischen Film, der fast drei Millionen Italiener in die dortigen Kinos gelockt hatte. Andere Länder sind übrigens auch schon auf die Idee gekommen, eigene Versionen der Vorlage zu verfilmen. Und da man sich eine Riege der gefragtesten jungen deutschen Darsteller mit Karoline Herfurth, Elyas M'Barek, Florian David Fitz, Jessica Schwarz, Frederick Lau, Jella Haase und Wotan Wilke Möhring vor die Kameras geholt hat, wird das auch bestimmt im deutschen Kino funktionieren. Die Hauptrollen: Sieben Handies, besagte drei Frauen und vier Männer sowie die Idee, dass alle ihre Telefone auf den Tisch legen und von nun an an diesem Abend alles geteilt wird, von der kleinsten Sprachnachricht über Telefonate bis hin zu Chats. Nun ja, klar doch: Da kommt so manches ans Licht, was doch besser im Verborgenen geblieben wäre.
 
Bild: Constantin  


Wort: Carola Kinzel