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Das große BLITZ!-Konzert-Special

It's Showtime - Die Highlights 2020


Wieder neigt sich ein aufregendes Konzertjahr dem Ende zu. Einmal mehr waren die wirklich wichtigen Shows ausverkauft. Und das BLITZ!-Orakel prophezeit Ähnliches für 2020. Unvergessliche Erlebnisse haben einen enormen, weil bleibenden Wert und sind natürlich auch perfekt als Geschenk geeignet, mit dem Ihr garantiert nie falsch liegt.
Nur nicht lange zögern - die anderen wissen das nämlich auch!


Adel Tawil

Adel Tawil

Adel Tawil

In Sommer dieses Jahres war er mit seinem neuen Album "Alles lebt" in aller Ohren. Mit den neuen Songs und natürlich auch den Hits aus den letzten beiden Solo-Scheiben tritt er nun zur Tournee an. Tawil bringt dabei die bekannten Nummern gern in modernisierten Fassungen. Vor allem ist er bekannt für seine gefühlvolle Art und die Nähe zu den Fans: "Ich liebe es, bei Konzerten direkt die Resonanz auf meine Songs zu sehen. Glückliche Gesichter jeden Alters, die alle Songs mitsingen - Musik ist universell und verbindet. In meinen Texten steckt viel Persönliches, und das Feedback zeigt mir, dass sie nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregen kann."

12.01.20 Zwickau, Stadthalle
14.01.20 Erfurt, Messehalle
21.01.20 Leipzig, Arena


Herr der Ringe & Hobbit

Herr der Ringe & Hobbit

Herr der Ringe & Hobbit

Interessierte wissen längst, dass die Filmmusik heute das Erbe der Klassik angetreten hat, auch wenn das in den hoch subventionierten Musentempeln nach wie vor tapfer ignoriert wird. Die Musik von J. R. R. Tolkiens Meisterwerk, geschaffen vom kanadischen Komponisten Howard Shore (er bekam 3 Oscars für sein Werk) und aufgeführt mit großem Orchester, Chor und Solisten, wird zwei Stunden lang in die zauberhafte Welt der Hobbits und Elben entführen. Durch die musikalische Geschichte führt der Pippin-Darsteller und Sänger Billy Boyd sowie in deutscher Sprache der erfolgreichste deutsche Schauspieler der vergangenen zwei Jahrzehnte: Sky du Mont (Foto).

14.01.20 Chemnitz, Stadthalle
17.01.20 Leipzig, Arena


Silbermond

Silbermond

Silbermond

Der neben Gerhard Gundermann wichtigste Beitrag der Lausitz zur deutschen Popkultur wird nach drei Jahren Abstinenz im kommenden Jahr wieder Flagge zeigen. Die Bautzener um Stefanie Kloss gehören mit über 6 Millionen verkauften Tonträgern zu den ganz Großen des deutschen Popgeschäfts. Sie haben alles an Preisen und Superlativen weggeräumt, was da so am Wegesrande herumlag, sie sind längst gesamtdeutsch - und haben doch nie vergessen, wo sie herkommen. Das macht sie über ihre Songs hinaus noch einmal besonders sympathisch für die Fans in Mitteldeutschland. Für die meisten wird es an eben dieser Stelle ein hochemotionales Wiedersehen.

25.01.20 Leipzig, Arena
04.02.20 Erfurt, Messe
21./22.08.20 Dresden, Filmnächte a. Elbufer


Jeanette Biedermann

Jeanette Biedermann

Jeanette Biedermann

Fast ein ganzes Jahrzehnt hat sie sich eine schöpferische Pause gegönnt, bevor sie im September mit dem 7. Album "DNA" ins Showgeschäft zurückkehrte: Jeannette Biedermanns Stern ging um die Jahrtausendwende auf, als sie in die Telenovela "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" einstieg und kurze Zeit später ihr erstes Album veröffentlichte - in ihr steckt viel mehr als "nur" eine gute Endlosserien-Darstellerin. Es folgten zehn erfolgreiche Jahre. Der Neustart nun konsequent in Deutsch: "Der Grund dafür ist, dass ich mich in der deutschen Sprache viel tiefgründiger und ehrlicher ausdrücken kann."

29.01.20 Erfurt, HsD Gewerkschaftshaus
03.02.20 Leipzig, Werk 2
04.02.20 Dresden, Alter Schlachthof


Beat It!

Beat It!

Beat It!

War er der größte Popstar aller Zeiten? Vor mehr als 10 Jahren, am 25. Juni 2009, starb Michael Jackson im Alter von nur 50 Jahren. 18 Tage danach hätte die 50 Konzerte umfassende Abschieds-Tournee mit dem Titel "This Is It" beginnen sollen. Alle Shows waren in Minuten ausverkauft. Doch dazu kam es nicht mehr. "Beat It", das Musical über den "King of Pop" führt die Geschichte fort und versucht eine Antwort.

29.01.20 Jena, Sparkassen-Arena
06.02.20 Erfurt, Messehalle
09.02.20 Chemnitz, Stadthalle
11.02.20 Dresden, Messehalle
19.02.20 Halle, Händel-Halle
28.03.20 Zwickau, Stadthalle
31.03.20 Leipzig, Arena


Sabaton

Sabaton

Sabaton

Im Heavy Metal, nachgerade im nordeuropäischen (in Skandinavien gibt es durchschnittlich 450 Metalbands pro Million Einwohner - in Deutschland 122) sind Extreme ja nicht eben selten. Sabaton aus Falun in Schweden sind aber noch mal eine Ausnahme. Diese martialischen Burschen spielen keine Konzerte. Sie ziehen in die Schlacht. Sie beziehen sie ihre Themen ausschließlich aus der Militärgeschichte, vor allem jener der letzten beiden Weltkriege. Das Schlagzeug steht auf einem Panzer. Sie sehen das nicht verherrlichend, wollen schon gar nicht Außenseitersichten auf die jüngere deutsche Historie bedienen: Es ist einfach nur ihr Faible für Geschichte. Dort, wo sie besonders laut war.

30.01.20 Leipzig, Arena


Christopher von Deylen

Christopher von Deylen

Christopher von Deylen

Wem der Name vielleicht noch nichts sagt: Es ist der eigentliche Name des Künstlers, der unter dem Pseudonym "Schiller" seit 20 Jahren die Spitze der elektronischen Musik in Deutschland behauptet. Auf der Clubtour im nächsten Jahr wird das Klavier die Basis sein. Es geht mit den elektronischen Klangerzeugern einzigartige Symbiosen ein. Die Suche nach dem puren Sein, begleitet von Bildern, die während ausgedehnter Reisen durch die Welt entstehen. Von Deylen erklärt: "Die klar definierte Kontur eines einzelnen Klaviertones und die tiefen Klangbilder, die sich mit ihnen erzeugen lassen, sind faszinierend. Im Kontext mit elektronischen Sequenzen erzeugen sie eine Spannung, die den Raum mit Energie erfüllt".

28.02.20 Dresden, Beatpol
05.03.20 Leipzig, Täubchenthal


Helge Schneider

Helge Schneider

Helge Schneider

Es gibt auf unserer Erde keinen Superstar, der so außergewöhnlich belesen ist wie Helge Schneider! Sagt Helge Schneider. Sein Gesicht, behauptet der Schöpfer des Katzklo, spräche Bände. Und zwar alle Bände vom Großen Brockhaus! Für seine neue Tour hat er sich den Künstlernamen "Der rubinrote Höllenstorch" zugelegt. Beziehungsweise "Der Blonde Hashdag-Kiki". Die Konzertreihe steht unter dem Motto "Moppelchen muss hüpfen!" Was, so mag der eine oder andere besorgt fragen, will uns der Künstler damit sagen? Unsere Antworten ist klar und offen: Wir wissen es nicht. Doch: Wussten wir es je? Weiß er es selbst? Fragen über Fragen!

06./07.03.20 Chemnitz, Stadthalle
09./10.03.20 Halle, Steintor-Varieté
11.03.20 Erfurt, Messe


Johannes Oerding

Johannes Oerding

Johannes Oerding

Im März 2019 hatte er mit "An guten Tagen" einen Appetit weckenden Vorgeschmack auf das neue im November erscheinende Album geweckt. Zwei Monate später nahm er an dem verkaufsträchtigen TV-Format "Sing meinen Song" teil, spätestens danach gab es keinen Zweifel mehr an seinem weiteren Weg ganz nach oben. Auch wenn die Liaison mit seiner Kollegen Ina Müller in die Brüche ging: Den Support braucht er längst nicht mehr. TV ist cool, aber dieser Mann gehört auf Bühnen. Mit seinem perfekten Orchester im Rücken ist er definitiv unschlagbar.

09.03.20 Leipzig, Haus Auensee
22.03.20 Dresden, Alter Schlachthof
18.04.20 Erfurt, Thüringenhalle
24.07.20 Halle, Pferderennbahn
25.07.20 Dresden, Junge Garde


Roland Kaiser

Roland Kaiser

Roland Kaiser

Neben Wolle Petry und Andrea Berg sind Wiedergeburt und anschließender Siegeszug des Deutschen Schlagers im neuen Jahrtausend wohl vor allem ihm zu danken. Ende der 80er Jahre hätte niemand einen Pfennig darauf verwettet, dass Songs wie "Santa Maria", "Manchmal möchte ich schon mir dir" oder "Dich zu lieben" noch mal in Arenen erklingen würden. Aber Kaiser, der Gentleman mit Geist, Charme und Haltung, hat wesentlich dazu beigetragen, das Genre wieder zu entpeinlichen. Dieser Kaiser ist sozial engagiert und scheut nicht das offene Wort auch zu gesellschaftlichen Problemen (wo sich die Kollegen ja meist zurückhalten). Er ist sogar bekennendes Mitglied einer politischen Partei. Gemeint ist die SPD - womit auch seine Leidensfähigkeit schon mal hinlänglich unter Beweis gestellt wäre. Mit seiner Schlagererneuerung hat er nicht nur seine, sondern auch die Karrieren vieler Kollegen gerettet. Daneben die der meisten heutigen Schlagerstars erst ermöglicht (für den Wendler kann man ihn nicht verantwortlich machen). Die Kaisermania brach bekanntlich in Dresden aus. Nun schwappt sie vom Elbufer ins ganze viel gescholtene Sachsen hinein. Von wegen Rechtspopulisten: Wir Sachsen sind kaisertreu!

13.03.20 Riesa, SACHSENarena
26.03.20 Zwickau, Stadthalle
27.03.20 Leipzig, Arena
19./20.06.20 Leipzig, SommerArena auf der Festwiese
25.07.20 Chemnitz, Kaiser-Arena am Hartmannplatz
29.08.20 Kamenz, Hutbergbühne


Peter Maffay

Peter Maffay

Peter Maffay

Im August wurde er 70 Jahre, die er zu großen Teilen auf Bühnen verbracht. Zum runden Jubiläum brachte er ein Album, das richtig rockt: Für Maffay gilt der Sinnspruch des berühmtesten deutschen Dachdeckers "Vorwärts immer, rückwärts nimmer!". "Jetzt" ging tatsächlich von Null auf Eins in die Charts. Das war nicht allzu überraschend, denn das taten die anderen 18 Alben vor ihm auch. Ebenso wenig überraschend waren die Shows der Hallentour 2020 in Windeseile ausverkauft. Speziell für die Fans in Mitteldeutschland hat Maffay daher noch einen Stadiontemin drangehängt!

15.03.20 Erfurt, Messehalle
16.03.20 Leipzig, Arena
07.06.20 Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion


Max Giesinger

Max Giesinger

Max Giesinger

"Die Reise" heißt aktuelles Album und tatsächlich befindet sich Max Giesinger, "Der Junge, der rennt" auf einer unaufhörlichen Reise kreuz und quer durchs Land. Seit seinem Durchbruch 2016 ist er, der vorher jahrelang mit der Gitarre in der Hand in den Fußgängerzonen dieses Landes Oasis-Cover gespielt hat, ständig unterwegs. In diesem Jahr hat er vor über 60.000 Menschen seine bisher größte Tour gespielt. Aber die Reise ist noch lange nicht zu Ende. Zunächst hatte Max sich in dem ziemlich undankbaren Job in der Jury des schrillen TV-Formats "The Masked Singer" zu bewähren. Im nächsten Jahr gibt's dann die Tourverlängerung.

18.03.20 Chemnitz, Stadthalle
21.03.20 Magdeburg, Stadthalle
29.03.20 Erfurt, Thüringenhalle


The Bar At Buena Vista

The Bar At Buena Vista

The Bar At Buena Vista

Spätestens seit Wim Wenders Kinoklassiker ist die kleine Bar "Social Club" im Szeneviertel "Buena Vista" der kubanischen Hauptstadt weltbekannt. Vor allem natürlich die Musik, mit der die dortige Hausband das Feuer längst vergangener heißer Tage am Leben erhält, als Havanna mit schäumender Lebensfreude, pulsierender Atmosphäre und den unnachahmlichen Tänzen in den vierziger und fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts das Epizentrum lateinamerikanischer Lebens- und Feierkultur war. Diese große Zeit, deren Erinnerung auch in den Jahren von Fidels Sozialismus nicht verblasste, bringen die "Grandfathers of Cuban Music" wieder auf die Bühne.

19.03.20 Halle, Steintor-Varieté
20.03.20 Chemnitz, Stadthalle


The Australian Pink Floyd Show

The Australian Pink Floyd Show

The Australian Pink Floyd Show

Die Werke der britischen Art-Pop-Pioniere sind von Ansatz, Anspruch und Komplexität mit klassischen Kompositionen gleichzusetzen. Daher ist es völlig legitim, diese Stücke unabhängig von den eigentlichen Schöpfern aufzuführen, wie das in der Klassik (wo die meisten Heroen ohnehin schon tot sind) üblich ist. Die weltweit erfolgreichsten Pink Floyd-Interpreten, die nicht Pink Floyd heißen, kommen aus Australien. The Australian Pink Floyd Show sind intimste Kenner des Œvre der Supergroup. Deren Bühnen-Inszenierungen gingen ja immer schon weit über das Akustische hinaus, da werden multimediale Gesamtkunstwerke zelebriert.

30.03.20 Zwickau, Stadthalle
05.04.20 Leipzig, Arena
09.04.20 Erfurt, Messe


Die Prinzen

Die Prinzen

Die Prinzen

"Das Leben ist grausam und schrecklich gemein" hieß 1991 ihr erstes Album. Heute, 28 Jahre später, nach über 6 Millionen verkauften Platten, 16 Gold- und Platinplatten, zwei Echo-Music- und unzähligen anderen Awards fühlt sich das wohl nicht mehr so grausam an. Sie sind von Prinzen zu Königen geworden, ihr Thron ist unangefochten. Ihre musikalische Qualität hat Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner, Henri Schmidt, Mathias Dietrich und Ali Zieme zu dem gemacht, was sie heute sind. Sie haben ihren festen Platz in der deutschen Pop-Geschichte und da sie nichts an Musikalität und Spritzigkeit verloren haben, gibt es auch weit und breit niemanden, der ihnen den streitig machen kann.

02.04.20 Chemnitz, Opernhaus
04./19.04.20 Halle, Steintor-Varieté


Heinz Rudolf Kunze

Heinz Rudolf Kunze

Heinz Rudolf Kunze

Im nächsten Jahr steht sein 40. Bühnenjubiläum an. Kunze hat wie kein zweiter die Republik gelehrt, dass hoher intellektueller Anspruch und kunstreiche Poetik in den Texten wunderbar mit wunderbar fluffigen Hit-Melodien zusammengehen können. Die Popgeschichte des Landes verdankt ihm Hits wie "Dein ist mein ganzes Herz", "Lola", "Finden Sie Mabel", "Aller Herren Länder" oder "Leg nicht auf". Die meisten davon entstanden in Zusammenarbeit mit Heiner Lürig. Die beiden waren ein echtes Songwriting-Dream-Team, aber irgendwann liefen ihre Wege auseinander. Auf dieser Tour werden beide nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zusammen auf der Bühne stehen. Das alleine lohnt schon das Hingehen!

17.04.20 Leipzig, Haus Auensee
19.04.20 Erfurt, Thüringenhalle


Silly / City / Maschine

Silly / City / Maschine

Silly / City / Maschine

Eine Weile schon gibt es die Rocklegenden-Reihe, womit hier die Legenden des Ost-Rock gemeint sind (auch wenn Matze Reim schon mal mit auf Tor war). Das Ganze ging von den Puhdys und City (Foto) aus. Bei der 2020er Auflage sind Silly dabei - wir dürfen gespannt sein, mit welcher Sängerin. Der Puhdys-Maschine Dieter Birr seien die Daumen gedrückt. Möge er bis dahin den Krebs besiegt haben. Sicher ist dagegen der Auftritt der Special Guests Dirk Michaelis und Alexander Knappe aus Cottbus

24.04.20 Zwickau, Stadthalle
15.05.20 Leipzig, Arena
22.05.20 Chemnitz, Wasserschloß Klaffenbach
31.05.20 Kamenz, Hutbergbühne
25.06.20 Dresden, Junge Garde


Luke Mockridge

Luke Mockridge

Luke Mockridge

Er lädt ein ins Luckyland. Dazu gehört seit kurzem definitiv der ZDF Fernsehgarten nicht. Da hat er mal ordentlich eine Klientel verscheißert, die eh nicht seine ist. Und Headlines geerntet, die er gerne mitnimmt. Kann man grenzwertig finden. Muss man aber nicht. Es ist einfach sein Style. Er ist der Harald Schmidt der Jetztzeit, er wertet einfach alles um. Sein Name ist kein Kunstprodukt, was ja auch Quatsch wäre bei einem deutschsprachen Entertainer: Er heißt wirklich Lucas Edward Britton "Luke" Mockridge, wurde in Bonn geboren und wuchs dort auch auf (jeder hat seine dunklen Punkte in der Vita). Er besitzt aber die italienische und die kanadische Staatsbürgerschaft. Es gibt also Rückzugsräume für ihn, wenn ihn das erboste Volk aus dem deutschen (Fernseh)Garten Eden vertreibt. Aber dazu wird es hoffentlich nicht kommen, denn er wird noch dringend gebraucht. Hier soll aber nicht seine aktuell TV-Late-Nite interessieren, sondern das, was er live auf den Bühnen dieses Landes vollführt, respektive im kommenden Frühling vollführen wird: "Welcome to Luckyland" ist der satirische Blick auf eine Welt, die uns ständig als Dystopie verkauft wird. Mockridge ist schräg, aber Optimist: Ist unsere Welt wirklich dem Untergang geweiht, oder kriegt die Menschheit doch noch die Kurve, wenn sie begreift, dass letztendlich jeder Einzelne für sein eigenes Luckyland verantwortlich ist?

25./26.04.20 Dresden, Messe
27./28.04.20 Erfurt, Messe
11.06.20 Leipzig, Arena


Tim Bendzko

Tim Bendzko

Tim Bendzko

Er gehört zu den Pionieren, zu den ersten jener jungen nachdenklichen Deutsch-Pop-Poeten, die unsere Muttersprache wieder in der Popularmusik salonfähig gemacht haben. Der E-Mail-Checker und Weltenretter steht in ganz besonderem Maße für eine ganz eigene Pop-Poesie zwischen tiefem Gefühl und hohem Anspruch, tauglich für nachdenkliche Geschmäcker, aber auch für den Zugriff auf Mehrheiten. Viele gestandene Stars sind ihm wieder in die Muttersprache gefolgt, ungezählten neuen Gesichtern hat er den Weg gebahnt. Er selbst stand immer vorne: Zwei Nummer-Eins-Alben, acht Hitsingles, zig Gold- und Platinauszeichnungen, unzählige große TV-Shows und ausverkaufte Konzertreisen sagen genug.

22.05.20 Leipzig, Haus Auensee


Rammstein

Rammstein

Rammstein

Der ungeheure Rummel um die Veröffentlichung ihres siebten Albums und die Nummer-1-Chartsplatzierungen in vielen Ländern bewiesen einmal mehr, dass wir es hier mit einer der größten Rockbands des Planeten, auf jeden Fall dem weltweit bedeutendsten Act aus Deutschland zu tun haben. Die opulent produzierte Stadiontournee war in allen Ländern ausverkauft, überall waren sie auch noch für einen teutonischen Aufreger und martialische Headlines gut. Im kommenden Jahr nun noch ein Nachschlag in Leipzig. Ausgerechnet zu Pfingsten, zur Zeit des weltweit größten Grufti-Gatherings "Wave Gotik Treffen". Das wird ein schönes schwarz-schwarzes Farbenspiel und eine düster-pathische Fan-Verbrüderung.
An dieser Stelle sei noch mal dringend darauf hingewiesen: Rammstein sind Vorreiter im Kampf gegen den Schwarzhandel mit Karten, der bei ihren Konzerten besonders heftig blühte. Die Karten gibt's nur bei Eventim und sie sind alle personalisiert. Sie tragen den Namen des Erstkäufers und nur dieser darf mit der Karte rein. Wer wirklich ein Ticket übrig hat, kann es nur zurückgeben. Es gelangt dann ausschließlich über die Plattform "fanSALE" wieder in den Verkauf. Es ist also völlig sinnlos, sich im Netz auf dem diversen Börsen Second-Hand-Tickets aufschwatzen zu lassen, egal zu welchem Preis. Der Dealer müsste euch seine Identität gleich dazu verkaufen. Und die wollt ihr wahrscheinlich nicht haben.

29./30.05.20 Leipzig, Red Bull Arena


Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Jahrtausende wurde nach dem Lebenselixier gesucht, dem geheimnisvollen Trank, der die Menschen nicht mehr altern lässt, scheinbar sogar verjüngt. Offenbar ist das Rezept inzwischen gefunden und sie haben dem Herrn Lindenberg in seiner Suite im Hamburger Atlanta mal eben eine Badewanne voll davon eingelassen: Seine 19er Tour durch die Arenen war schnell rappelzappleausverkauft, der Meister agierte auf der Bühne gelenkig-ausdauernd wie ein Teenager und als gäbe es kein Morgen. Die Produktion ist riesig. 19 Trucks, 6 Nightliner, 80 Musiker und Tänzern 250 Quadratmeter LED-Wand. Und der Meister hat noch lange nicht genug. Die Wanne ist noch voll, nächstes Jahr gibt's kräftig Nachschlag.

06.06.20 Dresden, Rudolf-Harbig-Stadion


Bonnie Tyler

Bonnie Tyler

Bonnie Tyler

Jubelnde Konzertbesucher, klasse Kritiken und viele ausverkaufte Shows: Drei gute Gründe, daß Bonnie Tyler mit ihrer "Between The Earth And The Stars"-Tour im Sommer 2020 in die Verlängerung geht. Für das, was die Blondine mit der markanten Reibeisenstimme auf der Bühne bietet, bekommt sie beim Publikum wie auch von den Rezensenten viel Lob. Satte Lightshow, E-Gitarrengewitter - die Grand Lady des Rock'n'Roll hat Spaß auf der Bühne mit neuen Liedern, die von Blues bis Funk reichen. Dazu natürlich und immer wieder ein Genuss: "Total Eclipse of the Heart", "Holding out for a Hero" und Co. - sie weiß einfach live zu begeistern.

07.06.20 Görlitz, Kulturbrauerei
12.09.20 Magdeburg, Seebühne Elbauenpark
13.09.20 Leipzig, Parkbühne Zetkin-Park


Karat

Karat

Karat

45 Jahre Karat - die Berliner Kultband feiert 2020 ein ganz besonderes Jubiläum. Sie waren bei ihrer Gründung im Jahr 1975 keine pickligen Teenager mehr, hatten ihre Meriten bereits in bekannten Rockbands gesammelt. Ihre Erfolge endeten nicht an der ehemaligen Zonengrenze. Zweifelsohne Balsam für die ostdeutschen Musikfans: Karat gaben das erste Mal das Gefühl, auch zu Hause oder in der eigenen Stadthalle etwas zu hören, das mehr war als popmusikalischer Mocca-Fix. Über zwölf Millionen verkaufte Tonträger sprechen für sich. "Karat 45" umfasst so viele Konzerte wie die Band an Jahren hat.

19.06.20 Chemnitz, Wasserschloß Klaffenbach
20.06.20 Leipzig, Parkbühne Zetkin Park
26.06.20 Dresden, Junge Garde
22.10.20 Halle, Steintor Variete


Sarah Connor

Sarah Connor

Sarah Connor

Sie ist Ehrenbotschafter der Stadt Delmenhorst. Hier wuchs sie als Sarah Lewe auf, hier lernt sie mit 18 einen Typ aus der damals (Ende des letzten Jahrtausends) recht bekannten Boygroup "Touché" kennen (und lieben), der ihr erklärte, wie gut es sich als Pop-Star anfühlen würde. Singen und Tanze konnte sie da schon sehr lang und sehr gut, 1997 hatte sie mit ihrem Chor bei einem Michael-Jackson-Konzert mitgewirkt. Die großen Bühnen kannte sie also auch schon. Als Sarah Gray wurde sie erst mal zum Frollein-Pop-Wunder in Delmenhorst und Umland. Aber das wurde bald zu klein. Das neue Jahrtausend wurde ihres: Ein cleverer neuer Manager fand, dass ihr Name zu grau klinge und verpasste ihr den jetzigen. Dazu besorgte er vor allem die richtigen Verbindungen. Schon ihre Debüt-Single "Let's Get Back To Bed Boy" ging, auch dank eines stimmigen Videos, durch die Decke. Es folgen "French Kissing" und "From Sarah With Love", ihre erste Nummer 1. Ihr erstes Album hieß sehr zutreffend "Green Eyed Soul" - sie war plötzlich ein Superstar und durfte textlich an der Nationalhymne herum improvisieren. Inzwischen ist die einer der erfolgreichsten Sängerinnen dieses Landes. Sie ist Mutter und feierte einen ungeheuren zweiten Karriereschub mit der Entdeckung ihrer Muttersprache für ihre Songs. "Herz Kraft Werke" ist ihr zweites Album in Deutsch, die Tour im kommenden Jahr wird der Überflieger!

21.06.20 Leipzig, SommerArena auf der Festwiese


The BossHoss

The BossHoss

The BossHoss

Sie heißen Boss Burns (Gesang, Waschbrett), Hoss Power (Gesang, Gitarre), Hank Williamson (Mandoline, Banjo, Mundharmonika), Russ T. Rocket (Gitarre), Guss Brooks (Kontrabass), Frank Doe (Schlagzeug) und Ernesto Escobar de Tijuana (Perkussion). Aber ihre Freunde nenne sie einfach nur Boss, Hoss, Russ, Guss, Hank, Frank und Ernesto. Vor 15 Jahren sattelten sie ihre Stahlrösser, rückten die Stetsons zurecht und begannen ihren Siegeszug durch die endlosen Weiten der urbanen Prärie zwischen Frankfurt/ Oder und Paderborn. Am Rand der glühenden Spur auf dem Weg dieser glorreichen Sieben in den staubigen Niederungen des Mehrheitengeschmacks hinterließen sie die kümmerlichen Reste der kleingeistigen Kritiker, aber auch zahllose gebrochene Herzen schöner Frauen. Aber so ist das Schicksal. Ihr könnt sie nicht halten! Männer wie sie sind nur dem Abenteuer treu und mit ihren Sätteln verschmolzen. Sie sind rastlos, ihr Ziel ist der Weg und hinter dem Horizont geht es immer weiter. Ohne ihre Freiheit würden sie ersticken - oder zu so einer Couchpotatoe mutieren, wie sie allabendlich neben euch von der Glotze hockt. Also haltet sie nicht auf. Sondern freut euch, wenn sie für eine Nacht ihr Lagerfeuer in Eurer Nähe entzünden. Sie kommen als furchtlose Rebellen, werden bleiben für eine unvergessliche Nacht und sie werden gehen als beste Freunde. Und ihre Freunde nennen sie - aber das hatten wir ja schon.

27.06.20 Halle, Peißnitzinsel
10./11.07.20 Dresden, Junge Garde


Álvaro Soler

Álvaro Soler

Álvaro Soler

Das deutsche Popgeschäft ist stark national orientiert - die hierzulande vergötterten Popstars mit wenigstens teilweise deutscher Nationalität sind woanders kaum bekannt. Ganz anders bei Soler. Der Sohn einer spanischen Mutter und eines deutschen Vaters wuchs in Spanien und Tokio auf. Sein Solo-Debüt entstand in Berlin. Er singt in Spanisch, doch den ersten Nummer-1-Hit feierte er 2015 mit "El Mismo Sol" in Italien. Der Nachfolger "Sofia" ging gleich in 17 Ländern und auch bei uns an die Spitze der Charts. Diese Musik biedert sich nicht an, sie will keine bierselige Schunkelei, aber sie zaubert beglückte Lächeln auf die Lippen, macht Vorfreude auf den Sommer und Lust zum Tanzen.

04.07.20 Dresden, Junge Garde


Melissa Etheridge

Melissa Etheridge

Melissa Etheridge

Sie hat alles erreicht. Schon ihr erstes Album errang 1988 Platinstatus. Und obwohl sie mit ihren erfolgreichsten Scheiben nie in den Top Ten war, gab es fast im gesamten Jahrzehnt nach dem Erstling keine Woche ohne Etheridge-Album in den amerikanischen Billboard Charts. Sie hat zwei Grammys und einen Oscar, Hits wie "Bring me some water", "Ain't it heavy", "Yes, I am" oder "I am the only one" sind weltweit gecoverte Evergreens. Ihr neues Album heißt "Medicine Show". Die Aufarbeitung ihrer überstandenen Brustkrebserkrankung? Vielleicht, aber die ist 15 Jahre her. Schlüssel des Ganzen ist offenbar der Titelsong selbst: "Er hat so viel damit zu tun, wo ich gerade bin…", sagt Etheridge.

07.07.20 Dresden, Freilichtbühne Großer Garten


Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

Irgendwann kriegen fast alle Großen des Rock'n'Roll dann doch die Lust rauszukriegen, was ihre Songs wert sind, wenn die Stecker gezogen, also die Gitarrenverzerrer und -effekte, die Synth-Flächen und die Stimmvervielfacher für die Südkurvensongs schlicht offline sind. Dann sind die Songs nackt, auf ihre Harmonien und Melodielinien reduziert. Die meisten der Zeitgeistcowboys müssen dabei plötzlich feststellen, dass sie mit großen Gesten tote Gäule reiten. Die Toten Hosen hingegen haben schon 2005 im Wiener Burgtheater unter Beweis gestellt, dass sie jede Menge Lieder geschrieben haben, die diesen Test locker bestehen.

15./16.07.20 Dresden, Filmnächte am Elbufer
21.08.20 Erfurt, Domplatz


Mark Forster

Mark Forster

Mark Forster

Er kommt aus der Pfalz. Aber er hat offenbar viel übrig für Halle an der Saale. Vor einigen Tagen war der charismatische Sympath mit der warmen Stimme, weithin bekannt im Land nicht nur wegen seiner bislang vier Alben, sondern auch seiner Teilnahme bei einschlägigen TV-Formaten wie "Bundesvision Song Contest", "The Voice Kids", "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" oder "The Voice Of Germany" hier zu Gast. Das Jahr 2019 war mit 50 fast immer ausverkauften Shows ein grandioses Konzertjahr für ihn. Was ihn nicht daran hinderte, zum Solikonzert in Halle aufzutreten, wo die Stadt in schwerer Stunde ihr wahres, freundliches Gesicht zeigte. Und im nächsten Jahr dann auf der Peißnitz-Insel!

18.07.20 Dresden, Filmnächte am Elbufer
05.09.20 Halle, Freilichtbühne Peißnitz


The Gipsy Kings

The Gipsy Kings

The Gipsy Kings

Im Zentrum des Geschehens stehen sechs Gitarristen aus den Familien Reyes und Baliardo. Sie sind die Nachkommen spanischer Sinti- und Roma-Familien, die Ende der 30er des letzten Jahrhunderts nach Frankreich auswandern mussten. Ihre Musik verbindet die Traditionen ihres Volkes mit spanischem Flamenco und andalusischem Gesang. Sie würzen mit lateinamerikanischen, kubanischen und arabischen Elementen und runden alles mit einem ordentlichen Stück Pop. Seit 1975 sind sie aktiv, kam der Erfolg Ende der 80er mit Hits wie "Bamboleo", "Volare", "Baila Me". Lange waren sie nicht mehr auf deutschen Bühnen zu erleben, der nächste Sommer aber verspricht ein Feuerwerk an Virtuosität und Emotionen.

24.07.20 Leipzig, Parkbühne im Zetkin-Park


Broilers

Broilers

Broilers

Ein Jahr war es ruhig geworden um die Oi-Punkband aus Düsseldorf mit dem Geruch nach leckeren Ost-Hähnchen, deren Gründung bis ins Jahr 1992 zurückreicht. Sie haben sich nach den rauschenden Festivitäten zu 25. Bandgeburtstag vom Acker gemacht, sich in einer Kleinstadt im süditalienischen Apulien eingenistet, dort alle Fünfe grade sein lassen und sich dem rauschmittelgeschwängerten Müßiggang hingegeben. Mancher fragte schon besorgt nach ihnen. Aber wenn die Kinder sich nicht melden, geht es ihnen gut. Nun ist der Tinnitus der letzten Partys abgeklungen, sie werkeln an einem neuen Album, mit dem sie uns im heißen Open-Air Sommer des kommenden Jahres wieder lautstark heimsuchen werden.

24.07.20 Dresden, Filmnächte am Elbufer


Bosse

Bosse

Bosse

Er ist ein Junkie. Ein Bühnenjunkie. Hat die Schule geschmissen, jahrelang auch im letzten Kellerloch mit Steckdose gespielt, es gab für ihn nie eine Alternative zur Musik: "Musik hat mich den Großteil meines Lebens begleitet und mich geprägt. Und Musik hat immer dazu geführt, dass ich mich in einen guten Zustand beamen kann, bei mir sein kann, ich sein kann. Für mich gibt es nichts Größeres, als auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen. Kommunizieren. Reinfallen in Adrenalin, Schweiß und Melodien und alles Negative wegtanzen. Mit anderen zusammen. Das ist das Größte, was es für mich gibt". Er füllt heute Arenen. Aber er würde es auch für 5 Leute tun: Er ist einfach spielsüchtig.

31.07.20 Halle, Rennbahn


Scooter

Scooter

Scooter

Da mögen die Puristen noch so die Lefzen schürzen. Scooter um den Wasserstoffblondschopf H.P.Baxxter sind heute die international anerkannte Essenz des deutschen Techno-Wunders von Anfang der 90er Jahre. 1994 stand die Party-Gemeinschaft ziemlich ablehnend, als sie mit "Hyper Hyper" die Dancefloors stürmten. Heute haben sie 30 Millionen Tonträger weltweit verkauft und nicht weniger als 23 Tracks in den deutschen Singlecharts platziert. Die Verkünder der reinen Lehre (eher Leere?) mischen sich inzwischen unauffällig in die Shows und gehen ab, wenn Baxxter, Mitstreiter und Festplatten den ultimativen Rave zelebrieren. Am Ende haben alle die Arme oben. So what, dazu ist es doch gemacht, oder?

14.08.20 Halle, Peißnitzinsel


Highfield Festival

Highfield Festival

Highfield Festival

Das Highfield Festival hats geschafft, an dem idealen Standort am Störmthaler See im Süden von Leipzig, vor schöner Kulisse und mit eigenem Badestrand! Vor allem aber Dank einem über Jahre geschmackssicherem Booking, sind sie jetzt in der auserlesenen Auswahl deutscher Festivals angekommen, deren Ticketverkauf beginnt, bevor auch nur ein Act bekannt gegeben wurde. Weil alle wissen, dass die Atmo unschlagbar ist und das Billing echte Highlights bieten wird. Nun sind die ersten Namen raus und versprechen Hochspannung: Deichkind (Foto), Beatsteaks, Bring Me The Horizon, Kontra K, Clueso, Sido, Wanda…! Alle Infos und das komplette Line-Up gibts unter www.highfield.de

14. - 16.08.20 Großpösna, Störmthaler See


Xavier Naidoo

Xavier Naidoo

Xavier Naidoo

Zweifellos einer der beeindruckendsten Künstler in diesem Land in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Vergöttert und verachtet, geliebt und angefeindet. Er schrieb Lieder für Millionen, die aber nie Massenware sind. Sein charakteristischer Stilmix aus Blue Eyed Soul, Hip Hop und deutschsprachigem Pop mit leichtem Hang zur großen Ballade ist oft kopiert, aber nie erreicht worden. Er hat eine eigene Meinung zu etlichen Dingen und auch den Mut, sie zu sagen. Seine Texte sind manchmal streitbar, aber immer sehr poetisch. Die anhaltende Welle des gefühligen Jung-Männer-Pops in deutscher Sprache, die neue deutsche Innerlichkeit, ist ohne Naidoo nicht vorstellbar. Er selbst aber ist zeitlos.

22.08.20 Halle, Peißnitzinsel


Maite Kelly

Maite Kelly

Maite Kelly

"Die Liebe siegt sowieso" - das genau ist die Message aller Lieder der Kelly-Powerfrau, die es im Unterschied zu den anderen Brüdern und Schwestern des Verschwandschaftsgroßensembles auf die Seite des deutschen Schlagers verschlagen hat. Das Motto stand auch über ihrer letzten Tournee, bei der sie landauf, landab in ausverkaufen Hallen frenetisch gefeiert wurde. Grund genug, die Erfolgsstory um ein paar Kapitel zu verlängern. Geliefert wird zuverlässig, was Maite-Maniacs erwarten: Lebenskraft, positive Energie und ein entspanntes Lächeln auf den Lippen.

03.10.20 Dresden, Messe
04.10.20 Zwickau, Stadthalle
05.10.20 Leipzig, Arena
07.10.20 Erfurt, Messe


Simply Red

Simply Red

Simply Red

Der Bandname bezieht sich auf die Farbe der lockigen Haartracht von Sänger Mick Hucknall: Simply Red. Die entscheidende Farbe bei der Einordnung ihres einzigartigen Klangs, die nun auch den Titel ihres neuesten Albums prägt, ist Blau: "Blue Eyed Soul" heißt das gute Stück und es beschreibt ihren Ansatz seit den ersten Platten und Hits von vor 30 Jahren. Evergreens wie "Holding Back The Years", "Money's Too Tight (To Mention)", "A New Flame", "Stars" oder "Fairground" stehen für einen ungeheuer gefühlvollen Soul-Ansatz, wie er eigentlich nur schwarzen Interpreten zugestanden wird. Die haben bekanntlich keine blauen Augen. Doch Hucknall und Mannen erreichen ebensolche Seelentiefen.

31.10.20 Leipzig, Arena


a-ha

a-ha

a-ha

Sie sind eines der wenigen Beispiele dafür, wie eine Band im Mainstream gefeiert wurde (und wird) und trotzdem in der alternativen Szene nie einen Deut an Glaubwürdigkeit verloren hat. Seit ihre Karriere vor 35 Jahren mit der Übersingle "Take On Me" begann, wurden sie von Mehrheiten ebenso geliebt wie von Synth-Pop-Puristen. Das damals bahnbrechende Video zu dem Stück gehört mit "November Rain", "Smells Like Teen Spirit" und "Bohemian Rhapsody" zu jenem auserlesenen Quartett von Tracks mit über einer Milliarde Clics im letzten Jahrhundert. Mindestens ebenso unsterblich das Titelstück des Debütalbums: "Hunting High And Low", das den Titel für die Tournee des nächsten Jahres liefert.

05.11.20 Leipzig, Arena


Nightwish

Nightwish

Nightwish

Die Könige des Symphonic-Metal aus der kleinen finnische Stadt Kitee (in Karelien nahe der russischen Grenze, ganze 10.000 Einwohner…) kündigen eine Welt-Tournee an. Eigentlich wäre in diesem Jahr ein neues Album dran gewesen: Ihr jüngstes, das erste mit der markanten holländischen Sängerin Floor Jansen, stammt aus dem Jahr 2015. Aber Mastermind Tuomas Holopainen kann sich Zeit lassen. Ohnehin kann man komplexe Produktionen wie die von Nightwish nicht aus dem Ärmel schütteln - das letzte Album endete mit einer Suite aus zwei Stücken mit insgesamt 30 Minuten Länge. Und das können sie auch live! Ihre Konzerte sind gewaltige multimediale Inszenierungen. So einzigartig wie ihre Musik.

20.11.20 Leipzig, Arena


Angelo Kelly

Angelo Kelly

Angelo Kelly

Er war der jüngste und der süßeste der Kelly-Familie. Nun setzt er mit Gattin und den eigenen fünf Kindern die Familien-Saga fort. Der Erfolg gab ihm von Anfang an recht, die Hallen sind durchgängig ausverkauft. Im kommenden Jahr wird es dann noch einen Zacken schärfer: Bei "Irish Christmas" mixen sie in der Adventszeit die bekanntesten Weihnachtslieder von "Silent Night" bis "Leise rieselt der Schnee" mit den typischen Beigaben irischer Musik, etwa Fiddle, Mandoline, Flöte oder Dudelsack. Bei dieser Mischung empfiehlt es sich dringend, schon jetzt den Ticketshop seines Vertrauens aufzusuchen!

25.11.20 Zwickau, Stadthalle
02.12.20 Leipzig, Arena
09.12.20 Erfurt, Messe
18.12.20 Dresden, Messe


Wort: F.W. / Bild: Sebastian Magnani, Jens Koch, Helen Sobiralski, COFO PR, Cobra Agency, Annemon Taake, Martin Huch, Tina Korhonen, Kadir Caliskan, Till Oellerking, Julia Mucke, Steffen Schmid, Andres Ortner, Christian Kleiner, Ben Donoghue, Dirk Schmidt, Nina Kuhn, Johannes Bauer, Tine Acke, Michael Petersohn, Jens Koch, Internashville, Ben Wolf, Gabo, Kingstar, Tim Brüning, Philip Nürnberger, Benjakon, Chris Heidrich, Dean Chalkley, Stian Andersen, Thomas Stachelhaus, Veranstalter, P.D.